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Sport

Ausbildungsmesse des FC-Süderelbe war großer Erfolg

Mit viel Aufwand haben die ehrenamtlichen Helfer rund um Joachim Stolzenberg wieder eine Orientierung für Jugendliche und junge Erwachsene aus der Süderelbe-Region geboten. Es mussten Aussteller betreut, Behördenkram erledigt, Vorbereitungen getroffen und Verpflegung organisiert werden. “Eine Mammutaufgabe neben dem Beruf und des regulären Sportbetriebs”, so Joachim Stoltzenberg. Und doch konnten sich am Freitag und Sonnabend mehrere hundert Schülerinnen und Schüler an den Ständen der regionalen Betriebe über ihre Möglichkeiten informieren.

Die Betriebe aus dem Umfeld des Vereins nutzten die Gelegenheit um neue Auszubildende zu rekrutieren und Betriebspraktika anzubieten. Dabei gab es immer wieder auch kritische Stimmen aus dem Lager der zukünftigen Arbeitgeber. So wurde mehrfach die fehlende Bereitschaft zur Mitarbeit oder die Unfähigkeit einfachster mathematischer Aufgabenstellungen zu bewältigen, kritisiert. Dies sei ein schulisches Versagen und führe zu einer schnellen Absage: “Zwar suchen wir händeringend nach Auszubildenenden, aber mit 16/17-jährigen, die nicht 10% von 50 oder 100 Euro ausrechnen können, sind wir aufgeschmissen”, so eine Ausbilderin.

“Wenn wir nur 3 oder 4 von denen helfen können, haben wir alles richtig gemacht und die Messe sich gelohnt”, so Stoltzenberg. Das sieht auch der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Matthias Czech so. Der Verein sei der einzige in Deutschland, der in einer so beispielhaften Weise tätig werde. “Das kann ich nur unterstützen”, so Czech. Auch die Hausbrucherin und Abgeordnete der Bezirksversammlung, Beate Pohlmann informierte sich auf der Messe über die angebotenen Ausbildungsberufe und den Zugangsmöglichkeiten zu diesen. Gestört wurde die gute Stimmung, als die Veranstalter von der Polizei Kenntnis erhielten, dass eine Demonstration im Zugangsbereich zum Sportplatz angemeldet wurde.

Eine Gruppe der DFG-VK (Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner) hatte dort gegen die Teilnahme der Bundeswehr an der Messe protestiert. Mit den Worten “Wollt ihr schon mal probe liegen”, luden sie die vorbeigehenden Jugendlichen ein, im mitgebrachtem Sarg über den Kriegsdienst nachzudenken und sich klar zu werden, auf was man sich einlasse, wenn man zur Bundeswehr ginge. “Wir wollen zum Nachdenken anregen”, so der Organisator der Demonstration, die nach gut 2 Stunden beendet wurde. Auch 2018 wird es wieder eine Ausbildungsmesse geben, soviel stand für die Veranstalter bereits fest, aber es wird über Veränderungen nachgedacht.

 

 

 

 

 

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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