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Kultur

Platt leevt – Teilnehmer beim Kreisentscheid des Plattdeutschen Lesewettbewerbs beeindrucken mit ihren Lesungen

Die Wahl des Austragungsortes begründete er so: „Hier wird das Alte am Leben erhalten: alte Gegenstände, alte Tierrassen und alte Gebräuche. Um die plattdeutsche Sprache zu erhalten, sind unsere Kinder die einzige Möglichkeit. Und dass sie lebendig bleibt, darein müssen wir viel investieren, denn Sprache ist regionale Identität.“ Wiese hob auch auf die wichtige Rolle der Sparkasse Harburg-Buxtehude hervor, die als Sponsor im Landkreis Harburg die Niedersächsische Sparkassenstiftung vertritt, die in Zusammenarbeit mit der Schulbehörde den Wettbewerb ausrichtet und finanziert: „Seit 1960 engagiert sich die Sparkasse in diesem Bereich und seit 1970 hat sie mit ihrem Einsatz für diesen Wettbewerb ihre Unterstützung noch intensiviert.“

Bernd Meyer, von der Sparkasse Harburg-Buxtehude, schloss sich auf Platt an. Er dankte allen Verantwortlichen, darunter der stellvertretenden Landrätin Anette Rand, vom Kiekeberg Rolf Wiese und Annika Flüchter, Heiko Frese, als Plattdeutsch-Berater der Niedersächsischen Landesschulbehörde derzeit zuständig für den Kreis Harburg, sowie den Lehrern und Eltern. „Ich spreche selbst gern Platt“, so Meyer, „weil es eine ,liebe‘ Sprache ist, in der auch das Schimpfen keinem wehtut. Der Bewahrung dieses Kulturguts sieht sich die Sparkasse Harburg-Buxtehude verpflichtet und wir wollen das Plattdeutsche weiter begleiten, so Meyer. Ich freue über die große Beteiligung:“ Alle Teilnehmer sind Gewinner!“ Anette Rand schließlich hieß alle willkommen im Agrarium, das gerade seinen fünften Geburtstag feierte. Sie selbst sei auf einem Bauernhof groß geworden, wo die Eltern mit den Kindern allerdings nur Hochdeutsch sprachen. „Wir Kinder haben im Platt aber trotzdem alles verstanden. Ihr Kinder seid unsere Zukunft und ihr sollt das Platt nach vorn bringen“, motivierte sie die Teilnehmer und schloss: „Mein Dank gilt allen Ausrichtenden, Eltern, Lehrern. Ich hoffe, dass in den kommenden Jahren immer noch gesagt wird ,Ick snack Platt – un ick hoff, du ook!‘.

Insgesamt, so Heiko Freese, haben in Niedersachsen 10.000 Schüler und Schülerinnen teilgenommen, aus dem Landkreis Harburg circa 150. Die meisten von ihnen kamen hier über die Schulen, einige hatten sich direkt gemeldet. Qualifiziert für den „Leeswettstriet“ an diesem Nachmittag hatten sich 26 Schülerinnen und Schüler. Von ihnen begeisterten dann die Besten die Gäste mit ihren Lesungen, munter moderiert von Liedermacher Wilfried Staake. Alle Teilnehmer erhielten eine „Urkunn“, tolle Sachpreise und die Plätze 1-3 attraktive Geldgeschenke.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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