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Lokales

Der große Wurf für Neugraben?

Neugrabens Zentrum rückt zum Bahnhof, diesen Eindruck könnte man nach den Vorstellungen der Pläne für zwei Investoren-Projekte gewinnen. Das gute daran ist, dass endlich Klarheit über den neuen Standort der Wache 47 herrscht, diese kommt direkt an den Neugrabener Bahnhof, auf dem Gelände mit einem freien Baugrundstück an der Ecke “Süderelbebogen” und “Am Neugrabener Bahnhof” unter. Das Bauvorhaben mit den früher als “Torbauten” bezeichneten Objekten konnte sich ebenfalls durchsetzen und wird zukünftig den Nordteil des Bahnhofs dominieren.

Das neue Gebäude auf der Südseite des Bahnhofs wird von zwei Bauherren initiiert, wirkt aber wie ein Objekt. Die Sprinkenhof GmbH übernimmt dabei den Teil, der das Polizeikommisariat 47 beherbergen soll. Direkt daneben entsteht ein Ärztezentrum, so jedenfalls die Pläne der Hanseatischen Bau Konzept, die Bauherrin dieses Projekts ist. Baubeginn soll im Sommer 2018 sein, damit sollte die Fertigstellung bis zum 31.12.2021 realisierbar werden, dann läuft der Pachtvertrag für die alte Wache aus.

Investor Dietrich von Stemm hat bereits Gespräche mit einer Diabetes-Schwerpunktpraxis geführt, die dann allerdings kein neues Angebot für die Neugrabener darstellt, sondern nur den Standort wechselt. Weitere Fachärzte sollen das Angebot ergänzen, die Kassenärztliche Vereinigung sei aber (bisher) nicht involviert. Das ist insofern bedauernswert, als das diese den Bedarf von Fachärzten im Süderelberaum in Frage stellt und Wege nach Harburg für zumutbar hält. Die Bezirkspolitiker sehen das in der überwiegenden Zahl anders und fordern seit Jahren mehr Fachärzte für Süderelbe.

Bei den örtlichen Politikern ist auch das Projekt nördlich des Bahnhofs nicht unumstritten. Zwei mehrgeschossige Häuser sollen den Nord/Ostausgang des Bahnhofs “bekleiden”. Dazu wird sowohl die bisherige Brücke zum Parkhaus, als auch ein Teil des Parkhauses abgerissen. Ein “Erschließungshaus” wird den Zugang zur S-Bahn ermöglichen und zwei Aufzüge als auch einen Treppenaufgang erhalten. Beide Wohnhäuser beherbergen dann zusammen rund 140 Wohneinheiten, das westliche Haus soll zudem auf rund 1000 m² mit Gewerbeflächen ausgestattet werden. Dort könne sich etwa eine Bäckerei oder ein Lebensmittelhändler ansiedeln. Direkt daran angrenzend und parallel zur Bahn ist ein zweigeschossiges Gebäude mit Büro und Gewerbeflächen geplant.

Unterdessen wurde ein anderes wichtiges Projekt vorerst eingedampft. Die Pläne für den Umbau des Vorplatzes des Neugrabener Bahnhofes sind auf Eis gelegt, an dieser Stelle soll es nur noch zu einzelnen Verbesserungen kommen. Vor dem Hintergrund, dass sogar die Betreiber des SEZ den Eingangsbereich nach langer Diskussion aufhübschen, ein doch unbefriedigender Zustand.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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