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Politik

Jürgen Heimath: Mit solchen Experten sollte Herr Trepoll Harburg in Zukunft verschonen

Harburg – Der CDU-Fraktionsvorsitzende Andre Trepoll  hatte zum Thema “Harburg” zu einer Veranstaltung in das Stellwerk eingeladen. „Was macht eine moderne Großstadt aus?“, begann Trepoll den Abend um dann festzustellen, dass Rot-Grün in Hamburg unter dem Potenzial blieben. Das Hamburg unter den Top 10 der Städte agiere, sei ein Verdienst der geographischen Lage und nicht etwa des SPD/Grünen Senats. Auch die Autobahnraststätte an der A7, die katastrophale Verkehrssituation und der ÖPNV waren thematisiert worden.

Aus Sicht des Sozialdemokraten und Fraktionschefs der Harburger SPD, Jürgen Heimath waren da echte Profis am Werk: “Wer sich solche Fachleute zu Themen in Harburg einlädt, muss aufpassen, zukünftig in der politischen Diskussion in Harburg und Hamburg noch ernst genommen zu werden. Zumindest sollte man seine Fachleute bitten, sich zuvor mit dem Gegenstand der Diskussion zu beschäftigen. Einige der Fachleute, die sich der Fraktionsvorsitzende der CDU in Hamburg, Andre Trepoll, zum Thema Harburg in das Stellwerk nach Harburg eingeladen hatte, hatten jedoch offenkundig überhaupt keine Ahnung von Harburg. So wie der ehemalige Siemens Manager und jetzige Wirtschaftsberater Michael Westhagemann mit Wohnsitz in Hamburg, der ersichtlich ohne Kenntnis Harburgs behauptete: „Wenn eine Stadt mit über 150 000 Einwohnern über kein eigenes Schwimmbad verfügt, so ist das keine gute Entwicklung.“ Herr Westhagemann dürfte noch nie in Harburg gewesen sein oder sich über Harburg informiert haben, denn dann hätte er sicher gewusst, dass der Bezirk Harburg sogar über zwei Schwimmbäder und ein kleines Freibad verfügt: Im Kerngebiet an der Außenmühle befindet sich das Midsommerland und in Neugraben die zweite Schwimmhalle sowie das Freibad Neugraben. Alle werden von Bäderland Hamburg betrieben.”, so der SPD-Mann.

Auch der Mangel an der ärztlichen Versorgung war Thema der Veranstaltung. Dazu Heimath weiter: “Auch der ehemalige schleswig-holsteinische Minister und Vorstandsdirektor im Verband Norddeutscher Wohnungsbaugenossenschaften Andreas Breitner scheint sich nicht mit Harburg und den politischen Prozessen hier beschäftigt zu haben. Auch scheint ihm das System der kassenärztlichen Zulassung nicht vertraut zu sein. Denn wie sonst könnte er behaupten: „Das führe beispielsweise dazu, dass Neugraben die Anzahl seiner Bürger verdoppele aber kaum jemand die Probleme der ärztlichen Versorgung auf dem Schirm habe. Das sind Planungsfehler, die Infrastruktur müsse mitgedacht werden.“ Vielleicht hätte auch Herr Breitner erst Informationen über Harburg einholen sollen, bevor er über den Bezirk redet. Sowohl die SPD Fraktion, die Große Koalition in Harburg, wie auch die IBA als Gebietsentwickler in Neugraben-Fischbek bewegen das Thema der ärztlichen Versorgung in Neugraben-Fischbek seit Jahren. Mit dem Erfolg, dass für Neugraben-Fischbek zwei zusätzliche Kassenarztsitze genehmigt worden sind. Außerdem sollte Herr Breitner sich noch einmal schlau machen, wer denn für die Genehmigung von Kassenarztsitzen zuständig ist, bevor er der Politik insoweit Planungsfehler vorwirft. Denn weder der Senat noch die Bezirke entscheiden über die Vergabe von Kassenarztsitzen sondern allein die insoweit unabhängige kassenärztliche Vereinigung (KV). Mit solchen Experten sollte Herr Trepoll Harburg in Zukunft verschonen.”, heißt es weiter in der Pressemitteilung.

 

 

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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