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Lokales

Tempo 30 vor Schulen und Kitas im Süderelberaum

Neugraben/Hausbruch | Foto: Googlemaps | In der Diskussion um Tempo 30 Zonen vor Schulen und Kitas leistete sich die Bezirksversammlung Harburg in einem von SPD und CDU gemeinsam vorgebrachtem Antrag ganze zwei Vorschläge für Anordnungen zur Einrichtung von Tempo 30 Zonen vor Schulen und Kitas im Süderelberaum. Ausgerechnet diese beiden Einrichtungen lagen schon immer innerhalb gültiger Tempo 30 Zonen. Betroffen sind die Kita Cornelius (Alte Marsch 7) und die DRK Tagespflege (Hausbrucher Straße 121). 

Jahrelang wartete man auf eine eindeutige bundesweite Rechtsprechung, die Tempo 30 auch an Hauptstraßen ermöglichen sollte. Zwischenzeitlich liegt diese nun längst vor, erst am 29. Mai aber hat die Bezirksversammlung nun 10 Vorschläge im Bezirk Harburg ins Spiel gebracht, zwei davon im Süderelberaum. Beide liegen in gültigen Tempo 30 Zonen. Unterdessen gibt es in Neugraben-Fischbek ein Gebiet mit ganzen 10 Schulen- und Kindergärten, nebst einer Einrichtung für Mobilitätseingeschränkte, die inmitten einer hoch frequentierten und unfallträchtigen Gegend liegen, wo 50 Km/h gelten. Gemeint ist die Neuwiedenthaler Straße vom Kreisel (B) bis zur Kreuzung Rehrstieg (A) und der Bereich der Francoper Straße von der Neuwiedenthaler Straße (B) bis zum Rehrstieg (A). Hier wäre eine Einrichtung einer Tempo 30 Zone sinnvoll, hunderte Schüler sind auf den angrenzenden Wegen und Straßen täglich unterwegs. Zuletzt war am 5. Oktober 2017 eine 13-jährige bei einem Unfall an der Neuwiedenthaler Straße schwer verletzt worden. Am 7.6.17 war ein 10-jähriger in einen Autounfall verwickelt. Auch zuvor gab es immer wieder Unfälle an dieser Strecke, etwa im April 2015, wo es zu einem Rettungseinsatz mit dem Hubschrauber kam. Im Petitum der Bezirksversammlung steht “Im Hinblick auf die schon vor mehreren Jahren erhobenen politischen Forderungen sollen die Anordnungen vor den vorgenannten Harburger Einrichtungen unverzüglich vorrangig überprüft und umgesetzt werden.”, bleibt zu hoffen, dass es nicht die letzten Vorschläge der Bezirksversammlung waren.

 

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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