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Kultur

Projekt Königsberger Straße gewinnt an Fahrt

6 Mio. Euro Invest

Rosengarten | Die Welt der Nachkriegsjahre wird begreifbar, auch für die junge Generation. Mit dem Projekt “Königsberger Straße” beweist das Freilichtmuseum am Kiekeberg, dass das Bohren von dicken Brettern sich lohnt. Rund 2 Jahre nach der ersten Idee, geht es nun in die Umsetzung.

Auch in Neugraben standen solche Nissenhütten. Im Freilichtmuseum kann man diese nun begreifbar machen.

“Dabei sei es für außenstehende wahrlich ein skurriles Bild gewesen, als meine zwei Mitstreiter und ich, mit dem Modell unter den Armen die Bittstellerei in Hannover begannen”, so Heiner Schönecke, Vorsitzender des beinahe 13.000 Unterstützer großen Fördervereins des Freilichtmuseums. Die Idee ist, auf dem Gelände des Freilichtmuseums einen ganzen Straßenzug der Nachkriegsgeschichte zu widmen. Von der Nissenhütte über erste Siedlungshäuser, dem Quelle-Fertighaus, einer Tankstelle bis hin zum Elektroladen dieser Zeit.

Bereits jetzt steht die Nissenhütte, in den nächsten 5 Jahren sollen sämtliche anderen Gebäude entstehen. Die Erschließung des Geländes soll am 15. Juni um 17 Uhr mit dem ersten Spatenstich beginnen. Neben vielen anderen Sponsoren beteiligt sich auch die Sparkasse Harburg-Buxtehude an dem Projekt. Dabei hegt der Vorsitzende Andreas Sommer die stille Hoffnung, dass es irgendwann auch eine Sparkasse dieser Zeit in die Ausstellung schafft.

Die “Königsberger Straße” besitzt bundesweite Bedeutung: Erstmals wird die Kulturgeschichte der Nachkriegszeit bis in die späten 1970er Jahre in der ländlichen Region erforscht und durch den Aufbau von Häusern und einer umfassenden Ausstellung gezeigt. Im November 2015 erhielt die Stiftung eine Mittelzusage über 3,84 Millionen Euro aus Bundesmitteln. Das Gesamtprojekt ist auf ca. 6 Millionen Euro angelegt, zwischenzeitlich steht die Finanzierung gänzlich.

 

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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