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Wirtschaft

Harburg-Huus unterstützt Obdachlose auf dem Weg in ein geregeltes Leben

Förderung der Deutschen Fernsehlotterie

Harburg | Ein sicherer Schlafplatz, Frühstück und  Abendessen, die Möglichkeit zu duschen und die eigene Kleidung zu waschen: Diese und andere Angebote können Obdachlose in Harburg seit einigen Wochen im DRK-Harburg-Huus im Außenmühlenweg 10 in Anspruch nehmen. Doch damit allein gibt sich das Harburger Rote Kreuz nicht zufrieden: Es sollen den obdachlosen Gästen auch Perspektiven aufgezeigt werden, wie sie ihr Leben wieder in geordnete Bahnen lenken. Das gelingt – auch dank der großzügigen Unterstützung von Spendern.

Neben Obdach und Grundversorgung bietet das Harburg-Huus psychosoziale Beratung und Aktivitäten, die dabei helfen, den Weg zurück in ein geregeltes Leben zu finden. Die Deutsche Fernsehlotterie ermöglicht es dem DRK Harburg, für die kommenden drei Jahre einen darauf spezialisierten Sozialarbeiter zu finanzieren. Einen Förderscheck über 93.855 Euro nahm Rüdiger Grube, ehemaliger Bahnchef und Schirmherr des Harburg-Huus`, jetzt entgegen. „Der Deutschen Fernsehlotterie gilt mein ganz besonderer Dank. Denn ohne diese Art der Hilfe haben viele obdachlose Menschen keine Chance, wieder auf die Beine zu kommen“, sagte Grube.

Die Sozialberatung im Harburg-Huus erfolgt anonym und vertraulich, Termine werden im Beratungsbüro vergeben. Die Schwerpunkte der Beratung sind Existenzsicherung und Wohnungssuche, Sicherung des Lebensunterhalts und Gesundheitsversorgung. Perspektivisch wird auch bei der Arbeitssuche unterstützt. Das DRK-Team unterstützt die Klienten mit individuellen Angeboten. Auch die Vermittlung von ehrenamtlichen Begleitern ist vorgesehen.

Anfang Juli ist das Harburg-Huus offiziell eröffnet worden. Einrichtungsleiter Thorben Goebel-Hansen zieht ein erstes positives Fazit: „Die Beratung durch unseren Sozialarbeiter wird gern und häufig in Anspruch genommen. Es ist uns bereits gelungen, als Anlaufstelle das Vertrauen unserer Gäste zu gewinnen, so dass es möglich ist, individuelle Angebote zu machen. Erfreulicherweise konnten wir bereits einem Gast eine geregelte Unterkunft vermitteln. Das macht uns sehr glücklich und wir hoffen natürlich, dass es so weitergeht.“

Christian Kipper, Geschäftsführer Deutsche Fernsehlotterie, erklärt: „Das Harburger DRK hat den Bedarf erkannt und ein Projekt ins Leben gerufen, das beispielhaft für Hamburg ist und ohne Mittel aus der öffentlichen Hand gestemmt wird. Durch die Förderung des Harburg-Huus‘ wollen wir dazu beitragen, wohnungslosen Menschen eine Chance zu geben. Es geht darum, sie in ihrer Notlage zu unterstützen und ihnen Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, damit sie aus ihrer prekären Situation herausfinden können.“

Das Harburg-Huus bietet 15 Schlafplätze in Ein- bis Vierbettzimmern und über den Tag einen Aufenthaltsraum mit Medien, Freizeitangeboten, Getränken sowie morgens und abends kleinen Mahlzeiten. Es gibt Dusch- und Waschmöglichkeiten sowie persönliche Postfächer für die Gäste. Im Vordergrund steht die qualifizierte Sozialberatung, damit Perspektiven aus der Not aufgezeigt und Hilfestellungen gegeben werden können. Die Einrichtung des DRK Harburg wurde zu einem Großteil durch Spenden aufgebaut und ist auch zukünftig auf Unterstützung angewiesen. Wer spenden möchte, wendet sich an Dr. Dirka Grießhaber unter Tel. 040 / 766 092-66 oder per E-Mail an d.griesshaber@drk-harburg.hamburg.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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