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Kultur

Sommer im Park

Harburger genießen Kulturfestival im Stadtpark

Harburg. Am Freitagabend genossen über 500 Harburger ihre Freilichtbühne beim ersten Kulturfestival „Sommer im Park“. Das Programm bot gleich zum Start viele Highlights. Moderiert von NDR Tages-schau Sprecher André Schünke, wurde für Jan Schröder ein Kindheitstraum, einmal auf dieser Büh-ne zu spielen, war. Charlotte und Ralf begeisterten mit Comedy während Super Wang mit Indie Pop gleich den Stadtpark rockten. Johannes Kirchberg begeisterte das Publikum mit seinem Musikkaba-rett, das im September in der Elbphilharmonie zu sehen und zu hören sein wird. Den Abschluss des ersten Abends krönten die Celtic Cowboys mit ihrem Heimspiel an einem wunderbaren Ort.

Der Speedschnitzer Sören Noffz darf sich mit Fug und Recht Kettensägenkünstler nennen. Nach getaner Schnitzkunst übergab er am Freitag einen Uhu an Dezernentin Dr. Anke Jobmann. Der ge-schnitzte Uhu soll symbolisch die Bühne bewachen. Seinen Namen wird er über ein Voting in der Harburger Bevölkerung erhalten. Am zweiten Tag des Kultur Festivals legte der Jahrhundert Sommer eine Pause ein. Schlechtes Wet-ter vermieste auch das Weiße Dinner. Bands und Besucher trotzten tapfer den Regenschauern beim Sommer im Park.

Die Künstler ließen sich von teilweise starken Schauern nicht einschüchtern und freuten sich auf der Freilichtbühne aufzutreten. Von Joanne Aldeberan mit orientalischem Tanz eröffnet, sorgten Koch mit i-Punkt und die School of Partyrock (eine KollegiumBand der Schule El-fenwiese) für Stimmung. Die Delikaten brachten mit ihrem Programm Fanasio etwas Besinnung in den Tag, bevor Proofreading your Mind und Old Black Crow mit Rockmusik ihr Bestes gaben. Mode-riert von Karin Robben folgten die gesangsstarken Soul Report mit 11 Musikern bevor Spielwerck Jazz und 50ties Schwing darbot.

Die Technik-Umbaupausen und das Wetter sorgten für leichte Programmverzögerungen, die NDR- Moderatorin Kathrin Schlass ab 18 Uhr professionell überspielte. Higgmen und Diaabend bei Zoey spielten noch was Rockiges bevor der Musikpreisträger Franz Josef mit seiner Band auftrat. Difficult Subject schloss den Livepart mit jungem Rock ab. Danach wurde es ganz still auf der Freilichtbühne: Musik gab es nur noch über Kopfhörer. Die überwiegend jungen Zuhörer waren begeistert und hatten die Wahl zwischen drei Musikrichtungen. Dabei sangen und tanzten sie für sich – ganz versunken in „ihrer“ Musikwelt.

Das Publikum wurde leider vom Regen immer wieder überrascht. Die zahlreichen Künstler am Sams-tag waren dennoch völlig begeistert von der Atmosphäre der Freilichtbühne. Am Sonntag zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite: als Einstieg sorgten moderne Tänze und Bolivianische Folkore für farbenprächtige Stimmung, sowie das Ensemble Klangbilder als Projekt mit Geflüchteten. Anschließend zogen die 21 Musiker der Brick House Big Band die begeisterten Zu-schauer in ihren Bann. Die Acapella Sänger des Unichors Fux Aeterna präsentierten ihr breites Re-pertoire. Bevor der Allrounder und Harburger Hafenbarde Werner Pfeifer, der durch das Programm am Sonntag führte, mit seiner Hafenbande-Band auftrat und Julia Vej als Singer/Songwriterin den Abschluss des Sommer im Park bildete.

Die Führung durch die Falckenberg-Sammlung, die im Rahmen des Kulturfestivals angeboten wurde, war am Sonntag restlos ausgebucht. Viel Interesse zeigten die Besucher auch am Stand des Habibi-Ateliers. Trotz des durchwachsenen Wetters haben am gesamten Wochenende über 2000 Besucher die Freilichtbühne neu entdeckt. Das Publikum wie auch alle Künstler und Teilnehmer waren begeistert von der Kulisse des wunderschönen Stadtparks und der illuminierten Bäume mit dem Blick auf die Außenmühle und wünschen sich eine Fortsetzung des Festivals. Diese besondere Location mit ihrer einzigartigen Atmosphäre wird – nach Fertigstellung des festen Bühnendachs – ein besonderes Highlight für viele weitere kulturelle Events für alle Harburger und Harburg Besucher darstellen.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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