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Vor 45.500 Zuschauern im Olympiastadion: Nachwuchs der Schule Fischbek-Falkenberg holt 4. Platz

Großes Kino für die Nachwuchsstaffel

Neugraben-Fischbek. Die Teilnahme beim Leichtathletik-Weltcup ISTAF ist für sich gesehen schon eine Auszeichnung. Die Schüler der Schule Fischbek-Falkenberg schafften darüber hinaus eine kleine Sensation und holten mit der Nachwuchsstaffel den 4. Platz in der Wertung.

Vor 45.500 Zuschauern im Berliner Olympiastadion kündigte der Stadionsprecher den erstmaligen Start einer Staffel der Schule aus Neugraben an. Auf den Videoleinwänden im Stadion war der Startläufer Caspar Pasitka übergroß zu sehen. Gänsehaut pur, sicherlich nicht nur für die 16 Schüler, denen jeweils die nächsten 50 Meter wie eine Marathonstrecke vorkommen mussten.

Die 16 Harburger Schüler waren in diesem Moment Hauptakteure bei einem der größten und wichtigsten Leichtathletik-Sportfeste der Welt. Selbst Speerwurf-Europameisterin Cristin Hussong musste ihr Sportgerät zur Seite legen. Das Stadion gehörte in diesem Moment den Nachwuchssprintern, die aus ganz Deutschland zu dieser Staffel angereist waren.

Nach 2:05.47 Minuten war alles vorbei und die zwei Stadionrunden absolviert. Jetzt hieß es bange Blicke auf die Anzeigentafel. Platz drei im dritten der vier Zwischenläufe war ein gutes Ergebnis, doch würde es sogar zum großen Finale reichen? Nur die besten acht Staffeln durften wenig später noch einmal ins Stadion

Auf dem Einlaufplatz hinter dem Olympiastadion dann endlich die Gewissheit: Rang sieben nach den Zwischenläufen reichte! Klar, dass der Jubel der FiFa-Schüler groß war. Jetzt aber hieß es sich erneut zu konzentrieren, jetzt bloß nicht Letzter werden. Da wurde selbst Diskuslegende Robert Harting keines Blickes gewürdigt, als dieser im Tunnel zum Marathontor plötzlich neben den Nachwuchsakteuren stand. Nach dem Startschuss war schnell klar, Letzter würden hier andere werden.

Gleich zu Beginn liefen die Fischbek-Falkenberger vorne mit, führten sogar kurzzeitig. Am Ende reichte es in 2:02.68 Minuten zu Platz vier. Ein Ergebnis, mit dem im Vorwege niemand gerechnet hatte. Die Kinder feierten dies wie einen Sieg. „Als einziger Staffel gelang es uns die Vorlaufzeit noch einmal zu verbessern“ sagte Trainer Martin Schulz. Sieger wurde die Zeppelin Grundschule aus Potsdam (die Grundschule in Berlin und Brandenburg endet erst nach Klasse 6), vor dem Christophoros-Gymnasium (Rostock) und der Mary-Poppins-Grundschule aus Berlin-Spandau.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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