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Sophie Fredenhagen wird Harburgs neue Bezirksamtsleiterin

26 von 49 Stimmen wählten umstrittene Kandidatin

Harburg. Auf der Sondersitzung der Harburger Bezirksversammlung gab es keine Überraschungen. Sophie Fredenhagen erhielt 26 der 49 Stimmen und wurde damit denkbar knapp im ersten Wahlgang gewählt. In der Aussprache zum Thema bekundeten SPD, Grüne und DIE LINKE ihre Absicht, Fredenhagen zu wählen, die Fraktion der Neuen Liberalen machte deutlich, dass die Abgeordneten der Fraktion nach bestem Gewissen wählen würden.

Die CDU-Fraktion griff die Kandidatin Fredenhagen an, sprach ihr Wesentliche Qualifikationen ab, so sei sie hauptsächlich im Thema “Soziales” eingearbeitet, hatte aber selbst als Leiterin des Jugendamtes schwere fachliche Fehler gemacht. Die Anzahl der pro Mitarbeiter zu vertretenen Fälle sei unter ihrer Verantwortung mit großem Abstand die Höchste in ganz Hamburg gewesen. Ralf-Dieter Fischer sprach außerdem davon, dass Fredenhagen nach dem Tode eines 2-jährigen Mädchens in Neuwiedenthal, selbst eingeräumt hätte, dass man Fälle mit Migrationshintergrund in der Vergangenheit nicht wirkungsvoll angegangen sei.

Nach Ansicht einiger Sprecher der anderen Fraktionen beschädige Ralf-Dieter Fischer damit das Amt der Bezirksamtsleitung. Es sei schlechter Stil, die Kandidatin in dieser Form anzugreifen. Fredenhagen hat bekräftigt, dass sie den Harburgerinnen und Harburgern, ob einzeln oder in Gruppen immer Gehör geben möchte. Ihr liegen die Dauerbrenner, etwa die Verkehrssituation in Harburg oder der soziale Wohnungsbau am Herzen. Mit den Fraktionen habe sie viele Themen besprochen, die es jetzt anzugehen gilt. Die Ernennung Fredenhagens vom Hamburger Senat gilt als Formsache.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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