Werbung
FreizeitKultur

Fünf Tage Historischer Jahrmarkt im Freilichtmuseum am Kiekeberg

Sonnabend bis Mittwoch, 29.9. bis 3.10., 10–18 Uhr, 9 Euro

Rosengarten. Erstmals an fünf Tagen begrüßt das Freilichtmuseum seine Besucher zum Historischen Jahrmarkt. Von Sonnabend, den 29. September bis Mittwoch, den 3. Oktober, verwandelt sich das Museumsgelände in einen nostalgischen Rummelplatz um 1900. Neu dabei sind das interaktive Showtheater Lacrimas mit spannenden Illusionen, der Puppenspieler Krohn und ein Stelzenläufer. Von 10 bis 18 Uhr warten auch bewährte Vergnügen wie die Schiffschaukel, das Kettenkarussell, klassische Spielbuden und viele Leckereien auf kleine und große Besucher. Der Eintritt beträgt 9 Euro, für Besucher unter 18 Jahren und Mitglieder des Fördervereins ist er frei.

Die Konzertorgel ertönt und der Duft von Zuckerwatte liegt in der Luft. Auf dem fünftägigen Historischen Jahrmarkt präsentiert das Freilichtmuseum neue Künstler: Beim Lacrimas Showpalast staunen die Zuschauer über die spannende Welt der Illusionen. Das halbstündige Theater überzeugt Kinder und Erwachsene mit Witz und Überraschungseffekten. Ein Stelzenläufer unterhält als „Größter Mann der Welt“ die Menge. Das 30-minütige Puppenspiel „Matjes mit viel Cha, Cha, Cha“ bringt dreimal täglich Kinder ab vier Jahren zum Lachen.

Wie früher verbiegt der Eisen-Hans Hufeisen und stemmt mit den Zähnen eine Dame auf dem Stuhl in die Luft. Die Besucher messen ihre Kräfte beim Hau-den-Lukas-Spiel. Auf der Seilhöhe begeistern Artisten mit ihrem Vogel-Tanz. Im Anschluss dürfen Kinder das Balancieren auf dem Seil ausprobieren. Einen guten Überblick über das bunte Treiben haben die Mitfahrer auf dem nostalgischen Riesenrad. Bei einer Fahrt mit dem historischen Pferdekarussell oder der Berg- und Talbahn geht es rasant im Kreis herum. An klassischen Spielbuden wie dem Entenangeln, Pfeile- und Dosenwerfen testen junge und alte Besucher ihre Geschicklichkeit. Nicht nur seltene Tiere, wie Braunbär und Kamel, begegnen den Besuchern in ihrem falschen Pelz beim Bummel über den Jahrmarkt. Kleine Tierfreunde nutzen die Gelegenheit zum Ponyreiten.

Bonbons, Schmalzgebäck und Süßwaren aus längst vergangenen Zeiten locken an die kulinarischen Stände. Die nostalgische Mandelkutsche verströmt den Duft frisch gebrannter Mandeln. Das Rösterei-Café „Koffietied“ sorgt für frisch gebrühten Kaffee und selbstgebackenen Kuchen. Herzhafte regionale Speisen bietet mitten im Geschehen der Gasthof des Museums „Stoof Mudders Kroog“.

Jahrmärkte waren seit Beginn des Hochmittelalters ein gesellschaftliches Ereignis und versorgten ursprünglich die Bevölkerung mit Dingen des alltäglichen Lebens. Die Ernte und anschließende landwirtschaftliche Winterpause wurden traditionell mit großen Festen im Herbst gefeiert. So waren die Krammärkte eng mit dem Kirchenjahr verbunden und entwickelten sich zu Vergnügungsmärkten als das „fahrende Volk“ die Besucher mit Akrobatik, exotischen Tieren oder Theatervorstellungen unterhielt.

Foto: Freilichtmuseum Kiekeberg
Zeige mehr

Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

Ähnliche Artikel

Kommentar verfassen

Schaue auch dies

Close
Close