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Nach der Wahl Fredenhagens: Freud und Leid bei den Linken

"Herr Fischer, die eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht!"

Harburg. Die Fraktion DIE LINKE formuliert einen Tag nach der Wahl der neuen Bezirksamtsleiterin noch einmal ihren Standpunkt. Bereits am Montagabend hatte sich die Fraktion bei Harburgs Rechtsdezernenten Dierk Trispel, der seit dem tragischen Tod des ehemaligen Bezirksamtsleiters Thomas Völsch zusätzlich zu seinem Ressort die Geschäfte des Bezirksamtsleiters kommissarisch übernahm, für dessen Arbeit bedankt.

„Endlich ist das unerträgliche und unwürdige Gezerre um die Bezirksamtsleitung beendet.“ Jörn Lohmann, Fraktionsvorsitzender Die Linke in der Harburger Bezirksversammlung, freut sich über die Wahl von Sophie Fredenhagen zur neuen Bezirksamtsleiterin am gestrigen Montagabend. „Frau Fredenhagen hat als ehemalige Leiterin des Jugendamtes fundierte Kenntnisse über Harburg“, so Lohmann über die neue Frau an der Spitze des Bezirks.

Schon auf der Sitzung machte Die Linke-Bezirksabgeordneter André Lenthe deutlich, dass Sophie Fredenhagen eine gute Wahl ist. „Frau Fredenhagen hat ausgemachte soziale Kompetenz durch ihre bisherige Tätigkeit. Wir hoffen, dass von der Wahl Frau Fredenhagens ein echtes Signal des Aufbruches für eine soziale Stadtentwicklung in die politische Landschaft Hamburgs ausgeht und wir wünschen ihr, dass sie auch bei starkem politischen Gegenwind des Hamburger Senates und auch der Harburger Politik stets standhaft bleibt und sich für die Belange aller Harburger Bürgerinnen und Bürger einsetzt“, so Lenthe.

Unverständnis zeigt Jörn Lohmann gegenüber der CDU, die auch am Montag wieder versuchte, Sophie Fredenhagen schlechtzureden. „Wenn der CDU-Fraktionsvorsitzende Fischer bemängelt, dass Frau Fredenhagen nicht von Anfang an in allen Ressorts fundierte Kenntnisse hat, dann müssen wir ihm mal eine Illusion nehmen: Herr Fischer, die eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht!” Abgesehen davon sollte sich die Harburger CDU gut überlegen, was solche Kritik für ein Licht auf sie zurückfallen lässt. „Schließlich war es die CDU, die mit Torsten Meinberg einen in der Verwaltung gänzlich Unerfahrenen zum Bezirksamtsleiter gemacht hatte.“

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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