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Flaschensammler im Gleis sorgte für Schnellbremsung und Streckensperrung im Bahnhof Harburg

Harburg. Am 12. September 2018 gegen 9:30 Uhr begab sich ein 52-jähriger Mann im Bahnhof Hamburg-Harburg in den Gleisbereich. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen wollte er dort eine Flasche aufsammeln. Der Triebfahrzeugführer einer Regionalbahn erkannte den Mann im Gleis unterhalb der Walter-Dudek-Brücke. Mit einer Schnellbremsung konnte er den Zug noch rechtzeitig zum Halten bringen.

Ein Zeuge half dem alkoholisierten Mann (über 2 Promille) aus dem Gleisbereich und übergab ihn an die Harburger Bundespolizei. Durch die erforderlichen Streckensperrungen kam es zu nicht unerheblichen Verspätungen. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen wurden durch die Schnellbremsung keine Menschen verletzt. Nach entsprechender Belehrung über sein lebensgefährliches Verhalten wurde der polnische Staatsangehörige entlassen. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen “Gefährlichen Eingriffes in den Bahnverkehr” eingeleitet.

Aus aktuellem Anlass warnt die Bundespolizeiinspektion Hamburg wiederholt vor den Gefahren an Bahnanlagen. “Leichtsinniges Verhalten an Bahnanlagen kann zu schweren Unfällen führen. Dabei gefährden sich die Personen durch ihr Handeln nicht nur selbst, sondern auch Helfer und Reisende. Triebfahrzeugführer können mit ihren Zügen nicht ausweichen und trotz eingeleiteter Schnellbremsungen oftmals einen Unfall nicht mehr verhindern.”

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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