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28-jähriger übergießt Behörden-Mitarbeiter mit Brandbeschleuniger

Eine Person erlag den schweren Verletzungen

Harburg. Am Montag gegen 11 Uhr ist es in einer Wohnung an der Weusthoffstraße zu einem Feuer gekommen. Der 28-jährige Wohnungsinhaber sollte an diesem Morgen von 2 Behördenmitarbeitern des Bezirksamt Altona (Zuführdienst) in eine geschlossene Psychiatrie eingewiesen werden.

Als die Mitarbeiter sich mittels eines Beschlusses Zugang zur Wohnung verschafften, wurden sie vom 28-jährigen mit einem Brandbeschleuniger übergossen, der sich daraufhin entflammte. Eine Person rannte ersten Angaben zufolge durch das Treppenhaus ins Freie.  Zwei weitere Personen sprangen durch die Fenster aus dem 3. Obergeschoss und verletzten sich dabei schwer. Ein 50-jähriger Mitarbeiter des zentralen Hamburger Zuführdienstes aus Altona verstarb an seinen schweren Verletzungen. Ein weiterer Mitarbeiter des Bezirksamt Altona wurde mit schweren Verletzungen mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus Boberg, ein weiterer in die Uniklinik Lübeck geflogen. Als Verletzungsmuster wurden schwere Inhalationstraumata und Verbrennungen zweiten und dritten Grades von bis zu 15% Körperoberfläche angemeldet.

Ein Betreuer des 28-jährigen, der die beiden Behördenmitarbeiter begleitete, wurde glücklicherweise nur leicht verletzt. Ermittler der Kriminalpolizei sichern die Spuren am Tatort. Die ersten Ermittlungen vor Ort wurden vom Polizeikommissariat 46 übernommen. Die Mordkommission (LKA 41) wurde alarmiert und befindet sich derzeit am Tatort. Offenbar hatte der Wohnungsinhaber die Wohnung vorher bereits mit Brandbeschleuniger präpariert, so jedenfalls die ersten Angaben.

Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher sprach von einer schrecklichen Tat: „Den Angehörigen des getöteten Mitarbeiters des Bezirksamtes Altona spreche ich mein tiefes Mitgefühl und Beileid aus. Ich wünsche seinem ebenfalls von der Tat betroffenen Kollegen sehr, dass er sich von seinen schweren Verletzungen erholt.“

Bezirksamtsleiterin Dr. Liane Melzer: „Mit großer Bestürzung habe ich die Nachricht von dem schrecklichen Vorfall zur Kenntnis genommen. Meine Gedanken sind bei der Familie des verstorbenen Mitarbeiters, der ich mein tiefes Beileid ausspreche. Auch bei dem schwer verletzten Mitarbeiter sind meine Gedanken und ich wünsche ihm alles Gute.“

Foto: Andreas Scharnberg
Foto: Andreas Scharnberg

 

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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