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“Love-Scam” – Polizei warnt vor Online-Erpressung

Vorsicht bei Freundschaftsanfragen

Winsen. In den letzten Wochen hat die Polizei im Landkreis Harburg mehrere Anzeigen wegen Online-Betrugs in Verbindung mit versuchter Erpressung aufgenommen. Das Phänomen ist seit mehreren Jahren unter den Begriffen “Romance-Scam” oder “Love-Scam” bekannt. Hierbei schreiben die Täter als unbekannte Personen ihre Opfer auf Facebook an und versenden eine Freundschaftsanfrage.

Anschließend wird möglicherweise ein Videochat geöffnet, auf welchem der vermeintlich neue Freund halbnackt ist, sich weiter entkleidet und nach dieser Vorleistung das Opfer auffordert, dies ebenfalls zu tun. Diese Handlung wird dann jedoch vom Täter per Video aufgezeichnet. Mit diesem Video wird das Opfer anschließend erpresst. Es werden Geldbeträge bis zu 5.000 Euro gefordert, ansonsten würde das Video per Gruppenchat an alle Kontakte in der Freundschaftsliste geschickt.

Diese Art und Weise der Erpressung gibt es in diversen Varianten, wobei der Kontakt über mehrere Wochen oder auch nur zwei Stunden andauern kann. Das Täterprofil wird nach der Erpressung gelöscht, daher sollten die Opfer sich schnell den Chatverlauf, vom Täter übersandte Videos oder Bilder und das Täterprofilbild sichern sowie den genauen Profilnamen oder Facebook-ID notieren.

Die Opfer sollten auch bei versuchen Strafanzeige erstatten und erst danach das Täterprofil, in Absprache mit der Polizei, bei Facebook melden.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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