Werbung
Lokales
Trend

Innensenator begleitete Kontrollgruppe “Autoposer”

Grote will Nervensägen und Wichtigtuer konsequent aus dem Verkehr ziehen

Hamburg. Am Samstagnachmittag wurden Beamte der Kontrollgruppe Am Kaiserkai auf eine Hochzeitskolonne aufmerksam, aus welcher sich vereinzelte Fahrzeugführer mit ihren Fahrzeugen über die zulässige Höchstgeschwindigkeit hinwegsetzten und Lärm durch Hupen und aufheulende Motoren verursachten. Darüber hinaus zeigten einige Fahrer rücksichtslose Fahrmanöver und stoppten den Konvoi Am Sandtorkai auf, um auf Nachzügler zu warten. Hierdurch kam der gesamte Fließverkehr zum Erliegen. Während des Wartens stiegen Fahrzeuginsassen aus und tanzten auf der Fahrbahn.

Nachdem die Hochzeitskolonne mit Unterstützung weiterer Funkstreifenwagen durch die Beamten der Kontrollgruppe aufgestoppt wurde, stellten sie an einem Pkw Daimler Benz S350 (272 PS) eine manipulierte Abgasanlage fest. Durch die technischen Veränderungen war die Betriebserlaubnis für das Fahrzeug erloschen. Anschließend setzte die Kolonne ohne weitere Verkehrsbeeinträchtigungen ihren Weg fort.

Darüber hinaus wurde ein VW Passat (200 PS) im Bereich der Helgoländer Allee nach einer auffälligen Geräuschentwicklung überprüft. Hierbei stellten die Beamten eine technisch manipulierte Abgasanlage fest. Eine Standgeräuschmessung ergab hier einen Wert von 95 dB bei erlaubten 77 dB. Außerdem konnte der Fahrer für die angebrachten Distanzscheiben keinen Zulässigkeitsnachweis vorlegen.

Ebenfalls aufgrund einer technisch manipulierten Abgasanlage stellten die Beamten bei einer Kontrolle in der Bürgerweide einen Daimler Benz SL 350 (245 PS) sicher. Diese wies Schweißnähte auf, welche zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führten. Eine Standgeräuschmessung ergab eine Überschreitung des zulässigen Geräuschs um 12 dB.

Die Fahrzeuge wurden zum Zwecke der Begutachtung durch einen Sachverständigen sichergestellt. Die Kontrollgruppe “Autoposer” wird auch in Zukunft zielgerichtete Verkehrskontrollen durchführen, um die Sicherheit auf Hamburgs Straßen zu erhöhen. Hierzu Innensenator Andy Grote, der am vergangenen Wochenende die Beamten der Kontrollgruppe begleitete: “Autoposer sind ein Ärgernis für viele Menschen in unserer Stadt. Manche sind nur nervig, andere auch gefährlich. Auf beides können wir in Hamburg gut verzichten. Die Kontrollgruppe Autoposer kann nach einem Jahr eine beachtliche Bilanz vorweisen und leistet hervorragende Arbeit, die bundesweit Beachtung findet. Wir werden auch in Hamburg nicht nachlassen und Nervensägen und Wichtigtuer konsequent aus dem Verkehr ziehen. Zudem streben wir eine empfindliche Erhöhung bei Lärmverstößen an.”

Zeige mehr

Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

Ähnliche Artikel

Kommentar verfassen

Close