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Wirtschaft

Ärzte im verbalen Wettstreit: Nur Gewinner beim zweiten „Doc Slam“ im Asklepios Klinikum Harburg

Harburg. Raus aus dem OP und rauf auf die Bühne: Beim „Doc Slam“ präsentieren Ärzte unterschiedlicher Fachdisziplinen ihre ganz persönlichen Highlights aus dem Klinikalltag im Zehn-Minuten-Takt. Alle Hilfsmittel sind beim verbalen Wettstreit um die Gunst des Publikums erlaubt. Und so traten die vier Teilnehmer gestern Abend beim zweiten „Doc Slam“ im Asklepios Klinikum Harburg im Rapper-Kostüm oder kompletten Notarzt-Outfit auf die Bühne, projizierten selbstgedrehte Filme und PowerPoint-Präsentationen an die Wände und sorgten mit Sprechgesang und Schüttelreimen für frenetischen Beifall beim Publikum.

Am Ende gab es einen Doppelsieg: Notarzt Dr. Jan Wietz und Kardiologe Dr. Philipp Peitsmeyer lagen beim Publikumsvoting gleichauf, dicht gefolgt vom Herzchirurgen Priv. Doz. Dr. Michael Laß und dem Lungenkrebsspezialisten Dr. Claas Wesseler. Gewinner waren aber alle: Teilnehmer und Publikum, denn der Wettstreit diente ja vor allem dazu, die Arbeitswelt der Ärzte nahbar und unterhaltsam zu präsentieren. Die kurzweiligen Vorträge wurden zudem live über Facebook und Instagram gestreamt und boten auch fachfremden Zuhörern die Möglichkeit, sich von der Begeisterung der Slammer für ihr Fachgebiet anstecken zu lassen.

„Doc Slam“ ist ein Format, dass erstmals vor einem Jahr im Asklepios Klinikum in Hamburg-Harburg ins Leben gerufen wurde. Der bundesweit erste Slam für Ärzte stand unter dem Motto „Herz vs. Hirn“ , und es traten Neurologen gegen Herzchirurgen und Psychiater gegen Notärzte an, jeweils angefeuert von ihren Team-Kollegen aus der Klinik. Die Herausforderung beim „Doc Slam“ lautet, ein komplexes Thema kurz und verständlich zu erklären, die persönliche Begeisterung für das jeweilige Fach darzustellen und medizinische Themen unterhaltsam aufzubereiten – um so Kopf und Herz der Zuschauer zu erreichen, denn das Publikum bildet die Jury und wählt den Sieger des Abends.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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