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Gedenken in Harburg – Wir sind doch keine Rassisten

Harburg. Der Weltladen Harburg beteiligt sich zum ersten Mal an der Veranstaltungsreihe „Gedenken in Harburg“. Das Thema ist in der Gegenwart angesiedelt. Aber ein Blick in die Vergangenheit hilft, das Heute zu verstehen. Als Referent wird Dennis Röder dabei sein. Er hat am Projekt „Verflechtungen – koloniales und rassistisches Denken und Handeln im Nationalsozialismus“ mitgewirkt, initiiert von der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und den Universitäten Augsburg und Hamburg.

Die Veranstaltung findet am Dienstag, den 20. November um 18.30 Uhr im Saal im Haus der Kirche in Harburg (Eingang Harburger Ring 20) statt.

Drei Fragen beschäftigten den Weltladen Harburg bei der Vorbereitung: Woher kommt das rassistische Denken in unserer Gegenwart? Bin ich/sind wir wirklich frei von ausgrenzenden Gedanken? Was hat der Weltladen mit Rassismus zu tun? Im Mittelpunkt des Abends steht der Vortrag von Dennis Röder, Lehrer am Athenaeum in Stade. Er wird über die Entstehung von Rassismus und die vielen Facetten von Rassismus sprechen. Auch die Auswirkungen von kolonialem und rassistischem Denken im Umgang des globalen Nordens mit dem globalen Süden bis heute werden dabei eine Rolle spielen.

Wir sind doch keine Rassisten – da klingt Zweifel mit. Die Gegenwart des Rassismus ist an vielen Stellen anzutreffen, oft versteckt. Es ist schwierig, sich selber einzugestehen, dass man Rassismus (re-)produziert, und das entgegen der eigenen guten Absicht. Z.B. mit Bemerkungen wie dieser: „Sie sprechen aber gut Deutsch!“ Was als offene Tür für Gespräche gemeint ist, kann leicht als Ausgrenzung empfunden werden.
Wie können wir das vermeiden?

Der Weltladen Harburg führt ausschließlich Produkte aus Fairem Handel, der den Produzenten in den Ländern des Südens bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen ermöglicht. Von den Lebensmitteln sind darüber hinaus mehr als die Hälfte aus kontrolliert biologischem Anbau. Interessierte Menschen, die im Weltladen ehrenamtlich mitarbeiten möchten, sind übrigens immer herzlich willkommen.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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