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LokalesVorsicht Betrug

Polizei warnt vor Trickdieben an Haustür und Telefon

Hamburg. Die Polizei Hamburg weist darauf hin, dass derzeit vermehrt insbesondere „falsche Polizeibeamte“ und „falsche Handwerker“ auftreten. Diese versuchen, zumeist ältere Menschen um ihr Erspartes zu bringen.

Melden die Betrüger sich telefonisch, geben sie sich zumeist als Polizei- oder Kriminalbeamter aus. Durch gezieltes Hinterfragen wird dann versucht, Erkenntnisse über das Vorhandensein und die Aufbewahrungsorte von Geld und Wertgegenständen zu erlangen. Häufig erfolgt dabei der Hinweis auf angeblich festgenommene Einbrecher, bei denen sensible Daten der jeweils Angerufenen aufgefunden worden seien. Es wird in Aussicht gestellt, jemanden zu schicken, der Geld und Wertgegenstände übernehmen und in Sicherheit bringen soll.

Teilweise werden die Anrufe mit einer für den Angerufenen vorgetäuschten Nummer durchgeführt. Den Angerufenen wird dann suggeriert, es werde vom Polizeinotruf 110 oder einer anderen örtlichen Telefonnummer angerufen. Tatsächlich erfolgen solche Anrufe aber häufig aus dem Ausland.

In einem aktuellen Fall wurde eine 69-Jährige aus Hamburg-Eidelstedt telefonisch kontaktiert. Auch ihr wurde suggeriert, es seien Rumänen festgenommen worden, bei denen Hinweise auf die 69-Jährige gefunden wurden. Nachdem die Angerufene zu ihren Vermögensverhältnissen befragt worden war und dabei auch von einem Schließfach berichtet hatte, wurde behauptet, ein Bankmitarbeiter sei korrupt und im Schließfach befinde sich nur noch Falschgeld. Die 69-Jährige folgte der Aufforderung, Geld aus dem Schließfach zu holen und übergab letztlich einen fünfstelligen Geldbetrag an eine unbekannt gebliebene Frau.

Tipps und Hinweise der Polizei:

Wenn die Polizei Sie anruft, erscheint niemals die Rufnummer 110 im Display. Polizeibeamte fordern Sie am Telefon nicht zur Über- bzw. Herausgabe von Geld oder Wertgegenständen auf und befragen Sie am Telefon nicht zu persönlichen oder finanziellen Verhältnissen. Schon gar nicht befragen Polizeibeamte Sie zu Ihren Geldverstecken und setzen Sie niemals unter Druck.

Sind Sie sich unsicher, legen Sie einfach den Hörer auf. Nur so werden Sie den Betrüger los. Aufzulegen ist in solchen Fällen nicht unhöflich, sondern wichtig!

Trickdiebe erscheinen aber auch immer wieder an der Wohnungstür, ohne dass es vorher zu einem Anruf kam. Häufig geben sie sich in diesen Fällen als Wasserwerker aus. Beispielsweise unter dem Vorwand eines Wasserschadens verschaffen sich die Täter Zutritt zu den Wohnungen der Geschädigten. Während diese dann eingespannt und aufgefordert werden, das Wasser laufen zu lassen, durchsuchen die Täter die Wohnungen.

In einem aktuellen Fall verschaffte sich ein Täter unter einem solchen Vorwand Zutritt zu der Wohnung eines älteren Ehepaars in Hamburg-Lurup. Nachdem der angebliche Wasserwerker die Wohnung später wieder verlassen hatte, stellten die beiden Geschädigten fest, dass der Täter ihnen diversen Schmuck entwendet hatte.

Die Polizei rät: Unbestellte bzw. unangekündigte Vertreter oder Handwerker sollten draußen bleiben! Lassen Sie sich Dienst- und Mitarbeiterausweise vorzeigen und prüfen Sie diese sorgfältig. Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen! Machen Sie auf sich aufmerksam und bitten Sie ggf. einen Nachbarn um Hilfe.

In allen Fällen gilt: Rufen Sie beim kleinsten Verdacht die 110 an. Ihnen unbekannte Besucher warten währenddessen vor der abgesperrten Tür!

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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