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Angriff auf Polizeibeamte in Stade schlägt hohe Wellen

Polizei überprüft Social-Media Kanäle

Stade. Es ist berühmt und berüchtigt: Das Altländer Viertel in Stade gilt als Problemgebiet. Ein Ort, den auch Polizeibeamte mit Vorsicht genießen. Am Samstag, den 12.01.2019 kam es gegen 15:30 Uhr in Stade in der Mittelnkirchener Straße zu einem Vorfall, der hohes Interesse in den Sozialen Medien ausgelöst hat.

Zwei Beamte der Stader Wache wollten im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle ein Fahrzeug, das mit zwei Personen besetzt war, überprüfen. Als die Beamten aus dem Streifenwagen ausstiegen, kam der 43-jährige Beifahrer des Fahrzeuges in aggressiver Weise auf die Beamten zu. Der Aufforderung Abstand zu halten, kam er Mann nicht nach, so dass der Beamte ihn mit ausgestrecktem Arm stoppen und von sich halten musste.

Der Mann ließ aber nicht nach, griff nach dem Beamten, schlug und würgte ihn. Jetzt stieg auch die 47-jährige Fahrzeugführerin aus dem Auto aus und schlug den Beamten von hinten mit der Faust gegen den Kopf. Beide Personen setzten ihre Schläge gegen den Beamten fort, so dass dieser sich zur Wehr setzten und schließlich Pfefferspray einsetzen musste, um beide Personen stoppen und fixieren zu können. Bei dem Pfeffersprayeinsatz bekam der zweite einschreitende Beamte versehentlich ebenfalls Pfefferspray ab.

Durch inzwischen eingetroffene Verstärkungskräfte wurden die beiden Beschuldigten dann in getrennte Streifenwagen gesetzt, um sie mit zur Dienststelle zu nehmen. Der inzwischen ebenfalls eingetroffene 23-jährige Sohn des 43-Jährigen versuchte noch die Frau aus dem Streifenwagen zu befreien, dies konnte aber durch die Polizeikräfte unterbunden werden.

Alle drei Personen wurden zur Dienststelle gebracht, in den Polizeigewahrsam eingeliefert und erkennungsdienstlich behandelt. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Stade wurden sie anschließend aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen. Ein Atemalkoholtest ergab bei dem Beifahrer einen Wert von fast 1 Promille.

Die Widerstandhandlung wurde durch eine Person aus dem Wohnhaus gefilmt und anschließend auf Facebook veröffentlicht. Hier kam es zu diversen positiven und negativen Kommentaren aus dem gesamten Bundesgebiet. Später wurde das Video auch auf anderen Plattformen in den Sozialen Netzen geteilt.

In den Kommentaren wurden teilweise wüste Beschimpfungen und Beleidigungen gegen die eingesetzten Polizeibeamten ausgesprochen. Dies bleibt nicht ohne Folgen. Die Polizei erklärte, dass sämtliche zu dem Vorfall veröffentlichten Beiträge auf Straftatbestände hin überprüft wurden. Entsprechende Ermittlungsverfahren werden eingeleitet.

Gegen die drei betroffenen Personen wird wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, Bedrohung und Körperverletzung ermittelt.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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