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Betriebsversammlung der Deutschen Post AG

Hamburg. Wegen einer Teilbetriebsversammlung der Zustellkräfte bei der Deutschen Post AG wird es am 31. Januar an einigen Zustellstützpunkten in Hamburg zu wenig Personal geben, um flächendeckend Post zuzustellen.

Im Vorfeld der Betriebsversammlung war es nach Informationen von Gewerkschaftsmitgliedern der Verdi verdächtig leise um den Termin. Viele Kollegen seien erst durch die offizielle Einladung zur Versammlung im großen Saal des Theaters der “Neue Flora” in Altona darauf aufmerksam geworden. Früher sei dies Wochen vorher thematisiert worden.

Dabei sind die zu diskutierenden Inhalte offenbar brisant. Bei den Mitarbeitern der Deutschen Post hat eine große Verunsicherung stattgefunden. Ursache seien der immer stärkere Druck in der Zustellung, viele Mitarbeiter der Post sprechen davon, dass Zustände, die es früher nur vor Feiertagen gab, mittlerweile tägliche Realität seien. Und nicht nur das, die Post greife mittlerweile auf Subunternehmer zurück, die auf Mitarbeiter aus Bulgarien oder Rumänien setzen würden.

“Das große Pfund, was wir in der Hand hatten, nämlich Zuverlässigkeit und Qualität in der Zustellung, hat die Post in den letzten Jahren verspielt. Und das nicht nur bei den Kunden, auch viele Kollegen sind ausgebrannt und unentwegt krank geschrieben”, sagt ein Zusteller, welcher seinen Namen nicht genannt wissen will. “Die Schere zwischen der Arbeitgeberseite und den Zustellern geht immer weiter auf, unter den Kollegen herrscht eine große Unmut”, ergänzt eine Kollegin.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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