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Nach Unfall mit Regionalbahn: Gleisverkehr wieder freigegeben

Stade. Am heutigen Nachmittag kam es gegen 14:10 Uhr in Agathenburg zu einem Verkehrsunfall zwischen einem LKW und einer Regionalbahn, bei dem durch Glück niemand verletzt wurde. Ein 50-jähriger Fahrer eines Sattelzuges aus Loxstedt war mit seinem Fahrzeug von einer Baustelle zwischen dem Bahnhof Agathenburg und der Autobahn A 26 gekommen und wollte über den dortigen Bahnübergang fahren.

Da er dabei eine scharfe Rechtskurve nehmen musste, war es erforderlich mit seinem Sattelzug zurückzusetzen. Während dieses Rangiervorganges gingen die Schranken des Überganges zu und der Fahrer konnten diesen nicht mehr rechtzeitig verlassen. Der 43-jährige Lokführer einer aus Richtung Stade herannahenden Regionalbahn des Bahnunternehmens Start konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und stieß mit dem Heck des Sattelaufliegers zusammen.

Der Zug kam dann ca. 100 Meter weiter im Gleis zum Stehen. Durch Glück wurden weder der LKW-Fahrer, der Lokführer noch einer der ca. 200 Bahnreisenden bei dem Unfall verletzt. Die vorsorglich alarmierten Rettungswagen sowie die beiden Notärzte aus Stade und Buxtehude und das Team um den organisatorischen Leiter Rettungsdienst und den Leitenden Notarzt aus dem Landkreis Stade brauchten nicht eingreifen.

Die alarmierten Feuerwehren aus Agathenburg, Dollern und Horneburg rückten mit ca. 50 Feuerwehrleuten am Einsatzort an. Nachdem ein Notfallmanager der Bahn die Situation begutachtet hatte, konnten die Fahrgäste mit Unterstützung durch die Feuerwehr den Zug verlassen und auf den umgehend eingerichteten Schienenersatzverkehr mit Bussen umsteigen.

Die Bahnstrecke musste für mehrere Stunde zunächst in beide und später in Richtung Hamburg gesperrt werden. Es kam zu Behinderungen im Reiseverkehr. Die Lok und der Sattelauflieger wurden bei dem Unfall beschädigt, der Gesamtschaden wird auf mehrere zehntausend Euro geschätzt.

Polizeibeamte aus Stade, Horneburg und von der Bundespolizei nahmen noch vor Ort die ersten Ermittlungen zur Unfallursache auf. Mitarbeiter der Bahn überprüften die Schrankenanlage und konnten den Bahnverkehr schließlich nach vier Stunden wieder frei geben.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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