FreizeitKultur

„Feuer und Licht“: Besucher erleben die spärliche Beleuchtung von früher

Neu dabei: Darsteller zeigen das Leben nach 1945 in einer Nissenhütte

Rosengarten. „Feuer und Licht“, ein ungewöhnlicher Abend im Freilichtmuseum: Am Sonnabend, den 16. Februar, zeigen 18 Darsteller der Gelebten Geschichte, wie die Bevölkerung auf dem Land nach Sonnenuntergang lebte und arbeitete. Zwischen 14 und 19 Uhr sehen Museumsbesucher in den Häusern traditionelle Leuchtmittel, wie Kienspäne, Öl, Gas und erste Elektrizität. Neu: Die Darsteller führen vor, wie die Menschen in der Nachkriegszeit in Notunterkünften, etwa der Nissenhütte, ihr Überleben sicherten. Das Freilichtmuseum ist ab 10 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 9 Euro, für Besucher unter 18 Jahren ist er frei.

Wie bestimmten Licht und Dunkelheit das tägliche Leben auf dem Land? Welche Licht- und Wärmequellen gab es vor 200 Jahren? Die Darsteller der Gelebten Geschichte 1804 fachen für die Besucher ein Herdfeuer auf dem Heidehof an. Kinder und Erwachsene lernen verschiedene Leuchtmittel der vorindustriellen Zeit kennen: Kienspan, ein harzdurchtränktes Holzstück, selbstgegossene Talgkerzen und Krüsel, eine hängende Öllampe aus Blech.

100 Jahre später nutzten die Menschen bereits Gas und Elektrizität für die Beleuchtung. Die Darsteller der Gelebten Geschichte 1904 nehmen die Besucher mit in ihre Zeit und erklären, was diese technische Veränderung für die Landbevölkerung bedeutete. Im Fischerhaus sehen Besucher, wie wenig Licht eine elektrische Glühfadenlampe spendete. Schleifischer Jörg Nadler führt vor, wie dabei Netzte gestrickt und geflickt werden.

Erstmals bei „Feuer und Licht“ erfahren die Besucher, wie Menschen in der Nachkriegszeit wohnten. Vor der Nissenhütte im Freilichtmuseum zeigen drei Darsteller der Gelebten Geschichte 1945 das tägliche Leben in Armut.

An diesem Abend tauchen Petroleumlampen die Wege auf dem Museumsgelände in ein malerisches Licht. Um 17.30 Uhr und 18.30 erleben große und kleine Besucher im Hof Meyn ein Schattentheater.

Zum Aufwärmen gibt es an der roten Küche Glühwein, Kinderpunsch und Zwiebelbrötchen. Am Fischerhaus können Besucher geräucherten Fisch erwerben. Regionale Spezialitäten bietet der Museumsgasthof „Stoof Mudders Kroog“.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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