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Mariahilf: Temporäre Schließung war absolute Ausnahmesituation

Heimfeld. Am vergangenen Wochenende meldete sich die Helios Mariahilf Klinik zweimal am Notfallsystem der Rettungsleitstelle mit ihrer Geburtsstation ab. Von Freitag 12:00 Uhr bis Samstag 9:00 Uhr und von Sonntag 8:00 Uhr bis Montag 8:00 Uhr. Wer nicht mit dem Rettungswagen kam, wurde vom Krankenhaus auf das Altonaer Klinikum verwiesen.

Der Fraktionsvorsitzende der Linken in der Bezirksversammlung Harburg hat in einer Meldung des “Hamburg Journal” im NDR von der Schließung gehört: “Das macht einen fassungslos! Es kann doch nicht sein, dass die einzige Geburtenstation, die es seit der Zusammenlegung mit der Geburtenstation des AKH  in Hamburg südlich der Elbe gibt, keine Entbindungen mehr vornehmen kann“, so Lohmann wütend.

Mit der Entscheidung, die beiden Harburger Geburtskliniken in Heimfeld zusammenzuführen, steht der Senat seitdem in der Kritik. Hausgemachte Probleme mit der Personalführung sorgten dazu noch für eine Kündigungswelle von Ärzten.

“Hier sieht man, was die Privatisierung von Kliniken anrichtet: Wenn es nur noch danach geht, wie viel Gewinn gemacht wird, geht dies zu Lasten der Arbeitsbedingungen. Deshalb kündigt das Personal oder wird krank und am Ende sind die Leidtragenden auch die Menschen, die ärztlicher Hilfe bedürfen.“, so Lohmann.

Sein Mitstreiter Kadriye Baksi in der Bezirksfraktion: „Der Senat ist nun gefordert, schnellstmöglich diesen unhaltbaren Zustand zu beenden und dafür zu sorgen, dass so etwas nie wieder vorkommt. Schließlich hat er dafür gesorgt, dass es nur noch diese eine Geburtsstation im Süden Hamburgs gibt“.

Wie das Krankenhaus auf Nachfrage mitteilte, handele es sich bei dieser Maßnahme um eine absolute Ausnahmesituation. Gleich zwei Krankmeldungen eigener Ärzte seinen gleichzeitig eingegangen und zu allem Unglück sei dann auch ein Honorararzt krank gewesen, auf den die Klinik sonst in solchen Situationen zurückgegriffen habe. Seit Montag früh läuft wieder alles wie bisher.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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