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Mariahilf-Klinik: 40-jährige stirbt während der Geburt

Heimfeld. Die einzige Geburtsklinik südlich der Elbe kommt aus den Schlagzeilen nicht heraus. Wie das Hamburger Abendblatt heute berichtet, ist bereits am vergangenen Freitag eine 40-jährige bei der Geburt ihres vierten Kindes verstorben. „Das ist entsetzlich“, zeigt Jörn Lohmann, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE. Fraktion in der Bezirksversammlung Harburg erschüttert. „Unser tiefstes Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen, die diese Tragödie erleiden müssen.“

Erst am Sonntag war durch einen Bericht des Hamburg Journals bekannt geworden, dass in der Klinik schwangere Frauen zeitweilig für eine Geburt abgewiesen wurden und nur Notgeburten durchgeführt worden waren. DIE LINKE. Fraktion in der Bezirksversammlung Harburg hatte dies scharf kritisiert und Senat und Helios-Konzern zum Handeln aufgefordert.

„Auch wenn die Klinikleitung von einer ‚bisher einmaligen Reihung von unglücklichen Ereignissen‘ spricht und einen Zusammenhang mit der akuten Personalnot am Wochenende abstreitet, fordern wir eine umfängliche Untersuchung“, so Lohmann. Auch Kadriye Baksi, Mitglied der Fraktion DIE LINKE., fordert weitere Aufklärung. „Nur weil vielleicht zu dem Zeitpunkt eine Besetzung da war, die von der Klinikleitung als ‚voll umfänglich‘ bezeichnet wird, heißt das nicht, dass sie auch in der Realität ausreichend war oder es nicht andere Gründe gibt, deren Ursachen in den Zuständen an der Helios Mariahilf Klinik zu suchen sind. Schließlich haben die Ärzte, die gerade gekündigt haben, ihren Schritt mit den schlechten Rahmenbedingungen an der Klinik begründet“, so Baksi weiter.

So sieht es auch Jörn Lohmann. „Der Verkauf Hamburger Kliniken an große Konzerne, für die am Ende nur Zahlen wichtig sind, die Zusammenlegung der beiden Geburtenstationen südlich der Elbe – das alles muss untersucht und ausgewertet und transparent gemacht werden, welche Auswirkungen diese Schritte wirklich auf das Wohl von Patienten und Mitarbeitern hatten und immer noch haben. Wichtig ist in dem Zusammenhang auch, dass die Ärtztinnen und Ärzte von ihrer vertraglich vereinbarten Verschwiegenheitspflicht entbunden werden“, fordert der Fraktionsvorsitzende.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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Ein Kommentar

  1. Der Helios-Geschäftsführung muss das Handwerk gelegt werden.
    Das Personalmanagement ist nicht medizinisch fachlich orientiert, sondern rein auf Sanuerung und Gewinn ausgelegt.
    Damit ist keine fürsorgliche medizinische Versorgung, wie sie eine Gemeinde ihren Bürgern als Grundrecht zur Verfügung Zellen sollte zu erreichen.
    Die Zielsetzungen differieren eindeutig.
    So wird Harburg nie eine sichere breite medizinische Versorgung erhalten!!

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