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Ehestorfer Heuweg: Nach Bürgerprotesten jetzt nur 4 Wochen Vollsperrung

Vollsperrung von sieben Monaten auf vier Wochen reduziert/ Wechselnde Einbahnstraßenregelung/ Einrichtung von provisorischer Fahrbahn

Hausbruch. Statt von März bis September muss die Straße zwischen der niedersächsischen Landesgrenze und der Rudolph-Steiner-Schule nun nur noch vier Wochen Ende dieses Jahres gesperrt werden. Der neue Baublauf wird durch eine kleinteilige Arbeit in fünf Bauphasen möglich. In dieser Zeit wird die Verkehrsführung mehrfach umgebaut. Die Arbeiten beginnen am 4. März und enden im Dezember 2019. Der Ehestorfer Heuweg muss saniert werden, weil die Geh- und Radwege nicht mehr dem geforderten Standard entsprechen und in einem schlechten Zustand sind. Auch die Fahrbahn und die Entwässerungseinrichtungen müssen dringend erneuert werden. Zudem wird ein Unfallschwerpunkt entschärft und insbesondere für die Schüler der Rudolf-Steiner-Schule ein verkehrssicherer Schulweg hergestellt. 

Michael Westhagemann, Hamburgs Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation: „Wir bringen Hamburgs Straßen wieder in Schuss. Das tun wir für die Bürgerinnen und Bürger. Dabei wollen wir sie in ihrer Mobilität so wenig wie möglich einschränken. Deshalb haben wir zum wiedeholten Mal die Planungen für den Ehestorfer Heuweg unter die Lupe genommen. Zwar dauern die Arbeiten auf dem ersten Bauabschnitt jetzt länger und werden mehr kosten. Aber mit dieser Lösung werden die Menschen auf beiden Seiten der Landesgrenze deutlich besser an ihr Ziel kommen als zunächst angenommen.“

Für jede der fünf Bauphasen wird es eigene Verkehrsführungen geben. Zusätzlich müssen eine provisorische Fahrbahn für eine Einbahnstraße und ein provisorischer Gehweg gebaut werden. Nur so kann der Verkehr am Baufeld vorbei geführt werden, wenn die neuen Fahrbahnen und die Straßenentwässerungsleitungen hergestellt werden. Statt einer Vollsperrung kann so eine wechselnde Einbahnstraßenregelung für den Autoverkehr getroffen werden: Von fünf bis zwölf Uhr kann das Baufeld in Richtung Norden passiert werden, von zwölf bis fünf Uhr in Richtung Süden. Im Baustellenbereich wird das Radfahren aufgrund der geringen Breite des Weges untersagt. In einigen Bauphasen sind am Baustellenanfang und -ende außerdem Ampeln für den Fußgängerverkehr erforderlich. Zum Einbau der letzten Asphaltschichten in die Fahrbahn und für Arbeiten an den Grünstreifen ist zum Ende der Bauzeit eine Vollsperrung für etwa vier Wochen notwendig.

Aufgrund des erhöhten Aufwands erhöhen sich die Baukosten um etwa 800.000 Euro. Im kommenden Jahr sollen die Bauarbeiten für den zweiten Bauabschnitt (nördlicher Ehestorfer Heuweg bis zur B73) durchgeführt werden. Das freut auch den Wirt des am Ehestorfer Heuweg gelegenen “Landhaus Jägerhof”. Dort hatten sich zuletzt mehr als 400 Anwohner in einer durch das LSBG durchgeführten Veranstaltung eine eben solche Lösung gewünscht.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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