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Ein Lamm, die Polizei und ein Happy-End

Hausbruch. Die Hamburger Polizei kann Social-Media. Spektakuläre Luftbilder von der Stadtmitte bis zum westlichen Horizont, geschossen aus der Libelle, einem in Fuhlsbüttel stationiertem Polizeihubschrauber. Viele werden sich erinnern, das Bild konnte kostenlos heruntergeladen werden.

Am Montagmorgen postete die Polizei Aufnahmen einer Tierrettung wie so häufig zuvor. Das besondere waren die Umstände, ein Anrufer hat den Polizeibeamten telefonisch gemeldet, das ein Schaf auf dem Spielplatz am „Drachenthal“ in Neuwiedenthal umher liefe. Die Besatzung eines Streifenwagens rückte aus, um „sich das mal anzusehen“.

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Tatsächlich entdeckten sie ein wenige Tage altes Lamm und gaben sich sichtlich Mühe, es einzufangen. Die Aktion gelang den Beamten, leider konnte die Besitzfrage zunächst nicht geklärt werden. Mitarbeiter des Tierheimes Süderstraße brachten das Tier in das Franziskustierheim, wo es auf seine Besitzer warten sollte. Die hatten zwischenzeitlich den Bericht der Polizei gelesen und sich an der Wache gemeldet.

Bereits in der Nacht von Freitag auf Samstag war das kleine Bocklamm aus dem Schafstall des Biohofes Facklam entwendet worden. Aus einer Herde von 88 Lämmern, von Mutter und Brüderchen getrennt wurde es von Fischbek nach Neuwiedenthal verschleppt. Nachdem sich das Tier nun im Tierheim befand, sollte es von der Eigentümerin dort abgeholt werden.

Der Lammbock hatte es sich gemütlich gemacht. Auf einer großen Weidefläche lernte er bereits „Spielkameraden“ kennen und durch seine offene Art hatte es sich bei den Pflegern einen Platz im Herzen reserviert. Da die Chancen nach dreitägiger Abwesenheit schlecht stehen, dass es
von der Mutter wieder angenommen wird, hat sich die Eigentümerin – auf Wunsch des Tierheims – dazu entschlossen, das Lamm vor Ort zu belassen.

Für die oder den Dieb des Lammes kennt sie jedoch keine Gnade. Die Tat wurde bei der Polizei angezeigt. Wer Hinweise geben kann, wendet sich an die örtliche Polizeidienststelle.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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