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Post löst umstrittene Delivery GmbH´s auf

Berlin/Bonn. Die Deutsche Post AG hatte 2015 unter großem Protest der Beschäftigten 49 so genannte Regionalgesellschaften gegründet, die DHL Delivery GmbH´s. Der Konzern hatte Neueinsteiger zu deutlich schlechteren Konditionen beschäftigt, wollte sich damit für den wachsenden Wettbewerb auf dem Markt fit machen.

Die Gewerkschaft hatte dicke Bretter gebohrt und konnte jetzt mit den Verhandlungspartnern der Post den Durchbruch erzielen. Zukünftig gilt, dass alle Mitarbeiter ab dem 1.7.2019 einheitlich unter dem Dach der Deutschen Post AG beschäftigt werden. Damit werden rund 13000 Mitarbeiter zukünftig deutlich bessere Konditionen erhalten, wie etwa das 13. Gehalt. Die Mehrzahl der Beschäftigten hat zum 1. Juli 2019 unmittelbar ein Plus im Entgelt. Das Plus liegt je nach Tarifgebiet zwischen 47 Euro und 316 Euro im Monat. Die Beschäftigten aus den Tarifgebieten Bayern, Südbaden und Baden-Württemberg (Württemberg, Nordbaden) erhalten eine persönliche Ausgleichszulage. Diese stellt sicher, dass kein Beschäftigter weniger Tarifentgelt als bisher hat. Die persönliche Ausgleichszulage wird nicht gegen künftige Tariferhöhungen gerechnet. Damit profitieren alle Beschäftigten der Deutschen Post AG von der am 1. Oktober 2019 anstehenden Entgelterhöhung von 2,1 Prozent.

„Wir sind der festen Überzeugung, dass die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten am besten gestaltet werden können, wenn es einen Tarifvertrag und eine geschlossene Belegschaft unter dem Dach der Deutschen Post AG gibt. Wir waren zu moderaten Veränderungen im Tarifvertrag für neue Arbeitsverhältnisse bereit. Die ehemaligen Delivery-Beschäftigten erhalten künftig ein 13. Monatsentgelt, eine betriebliche Altersversorgung, Kündigungsschutz und eine deutlich bessere Entgeltperspektive. Die Rückführung der Delivery-Gesellschaften in die Deutsche Post AG ist ein riesiger gewerkschaftlicher Erfolg“, sagte Kocsis

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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