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Kriseninterventionsteam des DRK: „Erste Hilfe für die Seele“

Kriseninterventionsteam des DRK sucht neue Ehrenamtliche

Harburg. Das Kriseninterventionsteam des DRK steht Menschen in Hamburg unmittelbar nach psychisch stark belastenden Ereignissen zur Seite, zum Beispiel nach Unfällen, plötzlichen Todesfällen oder Gewaltverbrechen. Jetzt werden neue ehrenamtliche Teammitglieder gesucht, die ab Ende August an einem Qualifizierungslehrgang teilnehmen wollen. Wer sich vorstellen kann, „Erste Hilfe für die Seele“ zu leisten, kann bei zwei Informationsabenden (16. April und 24. April) mehr über die Arbeit im Kriseninterventionsteam und die Anforderungen an ehrenamtliche Helferinnen und Helfer erfahren.

Eine junge Frau wird brutal überfallen, ein Mann erfährt vom Freitod seines Sohnes, bei einem tödlichen Verkehrsunfall gibt es zahlreiche Augenzeugen, darunter viele Kinder. In Situationen wie diesen kommen die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DRK-Kriseninterventionsteams (KIT) zum Einsatz. Sie leisten psychosoziale Notfallversorgung, das heißt sie stabilisieren Opfer, Angehörige oder Augenzeugen, bieten ihnen menschliche Nähe an und vermitteln weiterführende Hilfe. Das Risiko, dass die Betroffenen langfristige traumatische Schäden erleiden, wird dadurch erheblich vermindert.

„Wir sind vor Ort, wenn wir gebraucht werden. Und das an 365 Tagen im Jahr, rund um die Uhr“, so KIT-Teamleiter Malte Stüben. Auf rund 300 Alarmierungen kommen die rund 40 Ehrenamtlichen des KIT pro Jahr. Jeden Tag haben zwei von ihnen einen 24-stündigen Bereitschaftsdienst und müssen mit einem Einsatz bei Menschen in akuter Not rechnen. Alarmiert wird das KIT von den Einsatzkräften, also von Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst in Hamburg.

Auf die Anforderungen als Krisenhelfer werden die Ehrenamtlichen zunächst mit einer Grundausbildung an sieben Wochenenden vorbereitet. Das Qualifizierungskonzept wurde vom DRK in Hamburg entwickelt, es wird inzwischen bundesweit umgesetzt. Als Teil des Teams nehmen Ehrenamtliche regelmäßig an Fortbildungen und Supervisionen teil. Voraussetzungen für die Bewerbung sind ein Mindestalter von 25 Jahren, physische und psychische Belastbarkeit, ein Führerschein der Klasse B und zeitliche Flexibilität für die regelmäßigen Bereitschaftsdienste.

Wer sich beim KIT engagieren möchte, kann bei zwei Infoveranstaltungen Näheres erfahren: Dienstag, 16. April, um 19 Uhr im Hamburg Leuchtfeuer Lotsenhaus, Museumstr. 31 (Nähe Bhf. Altona), und am Mittwoch, 24. April, um 19 Uhr im Gertrud-Barbe-Haus des DRK Harburg, Rote-Kreuz-Str. 3-5 (Nähe Außenmühle Harburg). Dauer der Veranstaltung jeweils ca. 60-90 Minuten, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Informationen zur Ausbildung und zum Bewerbungsverfahren gibt es auch unter www.kit-hamburg.de oder Tel. 040 / 76 60 92-69.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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