Neugraben-Fischbek

Fischbeker Rethen: Berliner Landschaftsarchitekten stellen Planungen vor

Neugraben-Fischbek. Die IBA Hamburg stellt die Landschaftsarchitekten “relais” vor. Diese haben zuvor an einem Realisierungswettbewerb teilgenommen und konnten sich gegen sieben weitere Teilnehmer durchsetzen.

Die Berliner Landschaftsarchitekten haben aus der Lage zwischen Geest und Marsch ein Konzept zur Gestaltung der Freiräume abgeleitet, dass vielfältige räumliche Situationen erzeugt. Als übergeordnetes Prinzip werden dabei jeweils die nördlichen besonnten Flächen als nutzbare Grünräume gestaltet, während die südlichen Flächen im Schatten für die Regenwasserrückhaltung genutzt werden. Der neue, markante „Geestweg“ verläuft mittig durch das Band und schafft durch eine verschwungene Wegeführung und minimale Höhenunterschiede diverse landschaftliche Parkszenen. Als Highlights für Kinder haben die Architekten einen leicht erhöhten Warftspielplatz sowie einen Spielhügel eingeplant. Zahlreiche Neupflanzungen unterschiedlicher Baumarten entlang der von Nord nach Süd verlaufenden Rethenbek und des Boulevards spiegeln die Geest und Marschlandschaft der Umgebung wider. Insgesamt werden das Blau-Grüne Band und die übrigen Freiräume zum prägenden Element für das alltägliche Leben im Quartier.

Foto: IBA Hamburg / Relais Landschaftsarchitekten

In der zentralen Mitte der Fischbeker Reethen entsteht ein künstlicher Teich, dessen Uferzonen vielfältig genutzt werden sollen. Ergänzend zu gastronomischen und Einkaufsangeboten eignet sich der Quartiersplatz direkt nördlich des Sees auch für Wochenmärkte oder einen Weihnachtsmarkt. Die diversen Nutzungsmöglichkeiten des Quartiers wirken identitätsstiftend und sollen den Zusammenhalt stärken.

Karen Pein, Geschäftsführerin IBA Hamburg GmbH: „Den Planern von relais ist es gelungen, verschiedene Orte und Atmosphären eines Landschaftsparks innerhalb der Fischbeker Reethen zu entwerfen. Der neue Teich wird das Herzstück und der zentrale Treffpunkt für die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner der Fischbeker Reethen.“

Foto: IBA Hamburg / Relais Landschaftsarchitekten

In den Fischbeker Reethen entwickelt die IBA Hamburg auf 70 Hektar rund 2.200 neue Wohneinheiten in unterschiedlichen Typologien, neue Kitas und Sportflächen. Südlich der Bahnlinie entstehen neue Gewerbeflächen, die u. a. für wissens- und forschungsintensives sowie produzierendes Gewerbe und Handwerk vorgesehen sind. Entlang der in Ost-West-Richtung verlaufenden Gründerstraße sollen neue Mischformen von Gewerbe und Wohnen möglich werden. Aufgrund der guten Anbindung an die S-Bahn soll das gesamte Quartier als „walkable City“ mit reduziertem Autoverkehr erschlossen werden und damit ein gutes Netzwerk für Radfahrer und Fußgänger bieten. Voraussichtlich ab 2021 kann mit dem Bau der ersten Häuser begonnen werden.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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