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„Pass auf! Hier kommt Grosz – der traurigste Mensch in Europa …“

Vortrag an der Kunststätte Bossard zu Leben und Werk des Künstlers Georg Grosz

Jesteburg. Am Sonntag, dem 28.4.2019, ab 11 Uhr, gibt der renommierte Kunsthistoriker Dr. Thomas Carstensen an der Kunststätte Bossard in seinem Vortrag Einblicke in das Werk und das Leben des Künstlers Georg Grosz (1893 – 1959). Dieser hat sich mit seinen unverwechselbaren „Typen“ einen Namen gemacht, die zum Inbegriff einer ganzen Epoche geworden sind.

Seine „Stützen der Gesellschaft“ illustrieren heute in Geschichtsbüchern die aufgewühlte Zeit vom Ersten Weltkrieg bis in die Weimarer Republik: reaktionäre Militärs, korrupte Kleriker, überhebliche Kriegsgewinnler mit dicker Zigarre, selbstgerechte Spießer – aber auch die Ausgestoßenen, die in den „wilden 20er Jahren“ an den Rand gedrängt wurden. Daneben hat Grosz aber auch in der Tradition des europäischen Standesporträts eindrucksvolle Bildnisse von zeitgenössischen Sportlern und Literaten geschaffen.

Die Nazis vertrieben ihn ins amerikanische Exil, wo er isoliert und vereinsamt nicht mehr an seine früheren künstlerischen Erfolge anknüpfen konnte. Begleitet von zahlreichen Bildern wird dieser große Künstler gewürdigt, der ein einzigartiger Chronist seines Zeitalters war. Sonntag, 28.4.2019, 11.00 Uhr, Eintritt: 8 €, ermäßigt 6 €, Kartenvorverkauf unter info@bossard.de oder 04183 / 5112

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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