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Vater sorgte sich um Tochter und war selbst Grund des Weglaufens

Buchholz. In der Nacht von Freitag auf Samstag meldete ein besorgter Vater sein 13-jähriges Kind als vermisst. Am Samstagmittag meldet er erneut, dass sein Kind wiederaufgetaucht sei und er es am Buchholzer Bahnhof abholen könne. Er bat um ein erzieherisches Gespräch durch die Polizei, damit das Kind nicht auf die schiefe Bahn gerät. Die Beamten kamen der Bitte nach und kamen zum Bahnhof dazu. Während des erzieherischen Gesprächs wurde nach dem Grund des Weglaufens gefragt.

Das 13-jährige Kind konnte den Beamten nachvollziehbar den Grund erläutern: Ihr Vater sei drogenabhängig und nehme Kokain und Marihuana. Nach dem Konsum sei er stets verbal sehr aggressiv und nicht berechenbar. Um sich zu schützen, sei sie weggelaufen. Die besorgniserregenden Angaben waren glaubhaft. Bei der Durchsuchung des Vaters, des Pkw und der Wohnung konnten Drogen und szenetypische Utensilien sowie ein als Taschenlampe getarnter Elektroschocker aufgefunden werden. Da der Vater mit seinem Pkw zum Bahnhof gefahren ist, bestand dazu der Verdacht der Fahrt unter Drogenbeeinflussung. Das Kind wurde durch das Jugendamt in Obhut genommen. Dem Vater wurden die Drogen und eine Blutprobe abgenommen sowie mehrere Strafverfahren eingeleitet. Die Führerscheinstelle bekommt ebenfalls einen Hinweis mit der Bitte um Überprüfung der Eignung zur Teilnahme am Straßenverkehr.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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