Kultur

„Four more“ – Klein Hollywood in der Heide

Hittfeld. Eine freischaffende Gruppe aus professionellen Schauspielern, Kameramännern, Make-Up-Artists und Studenten dreht in Hittfeld und Umgebung die Webserie „Four more“ – eine cineastische Beschreibung über Telepathie und Gefahren der Manipulation. Dabei unterstützen das Medienzentrum des Landkreises Harburg, die Kirchengemeinde Hittfeld und die Grundschule Hittfeld die No-Budget-Produktion. Das Drehbuch hat Jan-Philip Mähl (25) geschrieben. Er führt auch Regie und wird von Bertram Bollow (20/Kamera und Produktion), Make-Up Artist-Janina Padrock (27), Tonmeister Pierre Philippe Scharf (20), Kameramann Andre Schaapen (20) und  Kostümdesignerin Steffie Rutz (29) unterstützt. Insgesamt sind gut 40 Frauen und Männer vor und hinter der Kamera beteiligt.

Zwei Tage vor dem Drehstart feierte die Filmcrew noch die Premiere ihres ersten Spielfilms „F. wie Schwefel“ in dem B-Movie-Kino auf St. Pauli. Dann ging es in der Heide los.

Das Filmteam hat eine besondere Beziehung zu Hittfeld: Der Schauspieler und Kameramann Bertram Bollow ist hier aufgewachsen, zur Schule gegangen und getauft und konfirmiert worden. Als Filmsets gesucht wurden, ließ Bertram Bollow seine Verbindungen spielen. Ein ganzer Drehtag wurde in der Aula und auf dem Schulhof der Grundschule verbracht. Die Kirchengemeinde Hittfeld, in der Bertram Bollow jahrelang als Lektor tätig war, stellte gern die Friedhofskapelle für den Filmdreh zur Verfügung.

Auch zum Medienzentrum des Landkreises Harburg hat Bertram Bollow bereits in der Schulzeit eine enge Beziehung aufgebaut. Die Einrichtung hat ihn immer wieder bei Schul- und Filmprojekten unterstützt, und hier nahm er mit einigen Werken an der Heide-Wendland-Filmklappe, dem Kinder- und Jugendfilmfest des Landkreis Harburg teil (http://www.heide-wendland-filmklappe.de). Gern stellte das Medienzentrum dem Filmteam auch für die Webserie technisches Equipment zur Verfügung und wirkte so bei der guten Qualität der einzelnen Episoden mit.

„Four More“ ist eine fünfteilige episodenhafte Erzählung über die Erforschung von telepathischen Kommunikationskanälen zwischen Menschen. Dabei geht es auch darum, wie diese Telepathie manipulativ genutzt werden kann, um die Kontrolle über einzelne Menschen sowie über eine ganze Gesellschaft zu erlangen. Im Mittelpunkt stehen vier Protagonisten, vier eigene Geschichten – und ein gemeinsames Schicksal.

Angelehnt an das „Stargate Program“ der Amerikaner (1978), sowie den Experimenten an Menschen im Dritten Reich zeigt die Serie die Weiterführung dieser Forschungen im Untergrund. Im Fokus stehen die Fragen: Wer bestimmt unser Leben, unsere Entscheidungen und unser Handeln? Wie können wir Realität und Vorstellung voneinander unterscheiden? Woher wissen wir, was wirklich real ist?  Inspiriert wurde der Drehbuchautor und Regisseur Jan-Philip Mähl durch das Gedankenexperiment von Hilary Putnam „Gehirn im Tank“.

Was genau hinter dem Schicksal der vier Protagonisten steckt, ist natürlich noch „top secret“. Allerdings – mit der letzten Klappe stand für die gesamte Crew schon fest, dass die Geschichte noch lange nicht zu Ende erzählt ist.

Noch steht nicht fest, wo die Webserie „Four more“ ausgestrahlt wird. Daher kann man den einzelnen Filmcrew-Mitgliedern auf Instagram folgen.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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