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LokalesNeugraben-Fischbek

Geschwindigkeitsmessung vor der Schule – viele zu schnell

Einige waren unangeschnallt

Neugraben-Fischbek. Der Montagmorgen begann für die Viertklässler der Grundschule “Am Johannisland” spannend und zugleich erschreckend. Zusammen mit der bürgernahen Beamtin aus Fischbek und zwei weiteren Beamten der Neugrabener Polizei haben die Kinder den fließenden Verkehr kontrollieren dürfen. Direkt vor der Schule wurde eine Laserstation aufgebaut und die Schüler nahmen den Verkehr ins Visier.

“Jetzt drück mal drauf, der ist deutlich zu schnell”, empfiehlt der Polizist. Die neunjährige Schülerin drückt ab und misst glatte 43 Stundenkilometer in der Tempo 30 – Zone. Das findet sie krass, stellt die Autofahrerin zur Rede: “Warum denken Sie nicht an uns Schulkinder?”, fragt sie. Derart betroffen weiß die Frau keine Antwort und bleibt still. bis sie die Worte der Entschuldigung findet.

Die Kinder der vierten Klasse stellten die angehaltenen Temposünder und konfrontierten sie mit ihrem Fehlverhalten. Das wirkt in aller Regel nachhaltig.

Da die Kinder die Messung vorgenommen haben, gibt es nur eine mündliche Verwarnung. Die Beamten setzen dabei auf die Vernunft und die Art der Konfrontation mit dem Thema. Die Erfahrung zeige, dass derart angesprochene Personen am Ehesten ihr Verhalten überdenken. Erschreckend war, dass gut 20% der Fahrzeuge – wenn auch teils nur geringfügig – zu schnell waren. Nebenbei wurden auch einige Verstösse im Bereich der Anschnallpflicht festgestellt.

Diese Aktion fußt auf der Veranstaltung “autofreie Wochen”, bei der die Schule “Am Johannisland” ihre Schülerinnen und Schüler aufgefordert hatte, zu Fuß oder mit dem Fahrrad in die Schule zu kommen. Die beste Klasse durfte jetzt bei dieser Aktion dabei sein.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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