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Umsetzung des Friedhofkonzeptes soll vorgezogen werden

Neu Wulmstorf. Die Bestattungskultur hat sich in den vergangenen Jahren in Deutschland weiterentwickelt.  Auch der Friedhof in Neu Wulmstorf steht daher vor neuen Herausforderungen, wie die Neu Wulmstorfer SPD anmerkt.

Der Veränderungsbedarf wurde von den Verantwortlichen in der Gemeinde in den letzten Jahren erkannt, deshalb ein Friedhofskonzept für die Zukunft in Planung gegeben. Aus finanziellen Gründen war die Umsetzung zunächst für die Jahre ab 2021/22 angedacht.

„Wir mussten aber erfahren, dass wir in bestimmten Bereichen dringenden Handlungsbedarf haben, um eine weitere Abwanderung von Bestattungen zu verhindern und um den Wünschen nach einer letzten Ruhestätte in Neu Wulmstorf nachzukommen“, so bringt es die SPD-Ratsfrau Imke Kunath und Mitglied im Arbeitskreis für das Friedhofskonzept auf den Punkt.

Die SPD-Gemeinderatsfraktion schlägt daher vor und beantragt, dass die Maßnahme zur Errichtung einer „Friedwaldbestattung“ für das Jahr 2020 vorgezogen wird. Gleichzeitig unterstützt die SPD den Baubetriebshof und die Verwaltung dahingehend, mögliche einzelne Maßnahmen ebenfalls vorzuziehen, um den Friedhof Neu Wulmstorf angemessen und an den Bedürfnissen der Einwohnerinnen und Einwohner orientiert weiterzuentwickeln und im Sinne des erarbeiteten Konzeptes umzugestalten. 

„Wir freuen uns, dass im Arbeitskreis die beteiligten Fraktionen und die Akteure rund um den Friedhof das Konzept begrüßen. Das sollte Ansporn dafür sein, die Maßnahmen so zeitnah wie möglich und, so sinnvoll es in einzelnen Schritten geht, entsprechend bedarfsgerecht umzusetzen“, erklärt der Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat Tobias Handtke.

Zugleich ist es den Sozialdemokraten in der Gemeinde ein besonderes und zum Teil auch sehr persönliches Anliegen, den Grünpflegezustand zu verbessern. Die Situation der Grünflächenpflege auf dem Friedhof wird schon seit geraumer Zeit beklagt. Durch Personalausfälle hat sich diese Situation zudem weiter verschärft und stellt sich als letztlich unbefriedigend dar. 

Die SPD-Gemeinderatsfraktion ist der Meinung, dass eine andere Organisation des Personaleinsatzes und des Einsatzes von z.B. Fahrzeugen eine Problemlösung darstellen könnte. Nach Informationen und Gesprächen der SPD ist der Bürgermeister bereits mit dem Thema befasst. Bei einer Organisationsänderung wird von einer erhöhten Effizienz und besseren Aufgabenbewältigung ausgegangen. Die Sozialdemokraten möchten die mögliche Organisationsänderung unterstützen und haben nunmehr eine Anfrage hierzu gestellt. Sie wollen sich und die Öffentlichkeit über die Vorstellungen des Bürgermeisters anlässlich der Beratung des Antrags informieren lassen. Dazu gehören dann eben auch die Maßnahmen, die den Haushalt 2020 betreffen werden.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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