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Eichenprozessionsspinner ist in Hamburg unter Kontrolle

Nur wenige hundert Bäume befallen

Hamburg. Der Eichenprozessionsspinner ist ein unscheinbarer graubrauner Nachtfalter mit einer Flügelspannweite von lediglich 25 bis 30 Millimeter, aber wo er – erkennbar an den netzartig umwebten Bäumen – auftaucht, sorgt er auch für Unsicherheit, da er insbesondere wegen seiner mikroskopisch kleinen Brennhaare gefürchtet wird. Zusammen mit den Bezirken hat die Umweltbehörde jetzt einen Stand zusammengetragen, wo und wie viele Bäume in Hamburg von dem Falter befallen sind.

Bisher wurden rund 460 befallene Bäume auf öffentlichen Grünanlagen und Straßen gemeldet. Die Bekämpfungsmaßnahmen (Absaugung) sind fast abgeschlossen und werden voraussichtlich diese Woche ganz beendet sein. Die Kosten für die Bekämpfung  im öffentlichen Grün und an Straßen belaufen sich bisher auf rund 140.000 Euro. Nach Einschätzung der Umweltbehörde ist der Befall in Hamburg als gering zu betrachten. Der nur kleinst-regional und nirgends flächendeckend auftretende Befall entspricht weitgehend den Vorkommen in den vergangenen Jahren.

In Harburg sind lediglich zwei Bäume mit einem Befall gemeldet worden. Diese befinden sich in der Grünanlage Am Burgberg und auf dem Kinderspielplatz Achterkamp, beide in Rönneburg. Bei Kontakt wird empfohlen, schnellstmöglich die Kleidung abzulegen und eine Dusche zu nehmen. Bei Kontakt mit den Augen: gut mit sauberem Wasser ausspülen. Die komplette Kleidung bei 60 Grad waschen. Bei ausgeprägten Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden. Der Kontakt mit weiteren Gegenständen sollte gemieden werden. Es besteht die Gefahr, Brennhaare zu verschleppen. Die Fahrt nach Hause sollte nicht mit dem ÖPNV stattfinden.

Die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners und seiner Nester muss von Fachleuten mit Vollschutzanzug und Atemschutz erfolgen. Der Grundeigentümer hat für die Beseitigung auf eigene Kosten eine Fachfirma zu beauftragen. Im Wald müssen nur bei stärkerem Befall zwingend Bekämpfungsmaßnahmen erfolgen. Wenn ein Nest oder Raupen des Eichenprozessionsspinners entdeckt werden, ist das zuständige Bezirksamt zu informieren. Telefon: 42828-0 oder 115. Das Pflanzenschutzamt berät am Montag 12.30-15.30 und Freitags 9-12 Uhr unter der Rufnummer 428 41 5220.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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