Freizeit

Grimm´sche Märchen in der Erlebnisausstellung

Hamburg. Die Entwicklung und die Vorbereitungen für das neuartige Konzept hat die Grimm-Expertin Dr. Leonarda Castello bereits seit mehreren Jahren beschäftigt. Jetzt steht die Erlebniswelt für Märchenfans kurz vor der Eröffnung. Am 14. September soll es in der Hafencity dann einen neuen Besuchermagneten geben.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die aktive Auseinandersetzung der Besucher mit den Gefühlen und Werten aus den Grimm’schen Märchen: Von Mut und Furcht über Liebe bis hin zu Verrat. Die klassischen Märchenhandlungen treten dabei in der Erlebnisausstellung in den Hintergrund. Technologische Innovationen werden mit traditionellen Elementen ergänzt werden und leiten jeden Besucher auf seinem Weg durch die Ausstellung. Dabei treffen diese nicht auf isoliert präsentierte Exponate, wie man es von traditionellen Museen gewohnt ist, sondern vielmehr auf komplett inszenierte Räume. Mit bewegten großflächigen Projektionen und Bildern erzählt jeder Raum der MÄRCHENWELTEN eine Geschichte, die sich in Echtzeit mit dem Besucher und seinen Fantasien in Bezug zu Märchen verändert.

„Meine Inspiration dabei ist, die Wahrnehmung der Besucher zu ändern und sie über das Erlebnis in der Ausstellung zu berühren, zu überraschen und ihre Gedanken zu öffnen“, erläutert Dr. Castello das Ausstellungskonzept hinter den MÄRCHENWELTEN. „Dies schaffen wir zum einen mit moderner Technik, etwa einem Ring mit RFID-Technik, den jeder Besucher am Eingang bekommt. Er wird auf das Alter, das Geschlecht und die Sprache eingestellt und leitet ihn ab dann durch die gesamte Ausstellung. Zum anderen bereichern auch traditionelle Elemente die Ausstellung: schöne Stoffe, große Spiegel und raffinierte Scherenschnitte zum Beispiel.“ Diese Elemente werden von Tim John und Martin Schmitz, Atelier für Szenografie, gestalterisch bis ins Detail umgesetzt. Für die spektakulären medialen Inszenierungen zeichnet sich das preisgekrönte, interdisziplinäre Atelier von TAMSCHICK MEDIA+SPACE verantwortlich.

Das ineinandergreifende Zusammenspiel moderner und klassischer Komponenten trägt entscheidend dazu bei, den Besucher aus seiner bekannten Realität herauszulösen und in die einzelnen Ausstellungsstationen eintauchen zu lassen. In verschiedenen Räumen der Erlebnisausstellung muss er Aufgaben lösen, Herausforderungen bestehen und hierfür Entscheidungen treffen, von denen sein weiterer Pfad innerhalb der MÄRCHENWELTEN bestimmt wird. Wer sich hierbei in eine der inszenierten Gefahrensituation begibt, muss jedoch keine Sorge haben. Er kommt aus dieser auch wieder heraus, um schließlich am Ende des Besuchs zum Helden des eigenen Märchens zu werden. Die dramaturgische Inszenierung zieht sich bis zum Ende des Ausstellungsbesuchs in der „Schatzkammer“ durch. Hier werden das Werk und das Leben der Brüder Grimm vermittelt und Originalexponate inszeniert.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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