Wirtschaft

In See gestochen: Helios Mariahilf begrüßt erstmals Auszubildende der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege

Heimfeld. „Kinder sind ehrlich. Wenn sie zufrieden sind, dann lächeln sie dich auch schon morgens um sechs an“, Miriam Fricke (21) beginnt im September zusammen mit drei anderen Schülerinnen ihre Ausbildung an der Helios Mariahilf Klinik Hamburg als Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin. Die Klinik bietet den Ausbildungsgang in diesem Jahr erstmals an. Den schulischen Part der Ausbildung absolvieren die Auszubildenden am Helios Bildungszentrum Aue.

Drei Jahre lang werden die vier Auszubildenden nun gemeinsam die Pflege von Kindern lernen, ein Schritt für den sich alle bewusst entschieden haben. „Auf Kinder muss man sich immer wieder neu einstellen. Sie geben einem ein direktes Feedback. Das hat mir in einem Praktikum hier auf der Kinderstation so gut gefallen, dass ich mich gleich für die Ausbildung beworben habe“, beschreibt Alina Ramos (22) ihre Motivation für eine Ausbildung an der Helios Mariahilf Klinik Hamburg. Und auch für Vanessa Dietrich (17) ist klar: „Die Pflege von Kindern ist eine sinnvolle und wichtige Aufgabe.“ Miriam Fricke (21) kennt die Klinik schon gut. Sie hat hier vor zwei Jahren ihr Freiwilliges Soziales Jahr begonnen und ist der Kinderstation seitdem treu geblieben. Die Vierte im Bunde ist Melanie Schlieder (20). Sie stößt im September zur Gruppe dazu.

„Wir freuen uns sehr, mit den Vieren in das Ausbildungsjahr zu starten und damit erstmals den Nachwuchs für unsere Kinder- und Kinderintensivstation selbst auszubilden“, begrüßt Felix Kreutzmann, kommissarischer Pflegedirektor der Klinik, die Auszubildenden. Die praktischen Einsätze werden die angehenden Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen in der Kinder- und Jugendmedizin der Helios Mariahilf Klinik verbringen. Die schulischen Ausbildungsblöcke absolvieren sie am Helios Bildungszentrum in Aue. „Das ist der Vorteil im Konzern“, betont Klinikgeschäftsführer Torge Koop, der sich für die Kooperation eingesetzt hat. Die möblierten Unterkünfte in Aue werden durch die Klinik gestellt.

„Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger werden überall gesucht, daher wollen wir den Auszubildenden den Start so angenehm wie möglich machen“, erklärt Kreutzmann bei einem ersten Kennenlernen im Krankenhaus. Ausbildungsbeginn ist dann im September – „Wir starten die Ausbildung mit einem Schulblock und sind dann Ende Oktober zum ersten Mal in der Klinik eingesetzt“, erklärt Vanessa Dietrich. „Ich bin ganz froh über den Ortswechsel, dann kommt man mal aus Hamburg raus und lernt neue Leute kennen“, zeigt sich Miriam Fricke zuversichtlich.

„Wir werden in jedem Fall an einer Zusammenarbeit mit Aue festhalten, doch die Details für die kommenden Ausbildungsjahrgänge stehen aufgrund der Pflegeberufereform noch nicht fest“, erklärt Koop. Ab 2020 werden Auszubildende der Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege sowie der Altenpflege generalistisch, also gemeinsam, ausgebildet. Der übergreifende Berufsabschluss lautet dann „Pflegefachperson“.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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