Neugraben-Fischbek

Grundschulkinder durch Tollkirschen vergiftet?

Neugraben-Fischbek. Ein Notruf bei der Feuerwehr Hamburg lies die Rettungskräfte aufhorchen. Mehrere Kinder hätten gesundheitliche Einschränkungen gezeigt, nachdem sie Beeren genascht haben.

Wie die Feuerwehr mitteilt, wurden um 11:10 Uhr drei Rettungswagen und ein Notarzt in die Schule “Am Johannisland” geschickt. Ein Löschfahrzeug hatte man ebenfalls zur Unterstützung alarmiert. Vor Ort zeigten drei Kinder Vergiftungserscheinungen, sie wurden vorsorglich mit einem Rettungswagen in das Krankenhaus verbracht. Lebensgefahr besteht nicht, alle Kinder waren ansprechbar. Die Eltern wurden alarmiert, seitens der Schule gab es zunächst keine Informationen zu diesem Zwischenfall.

Tollkirschen werden in der Fachliteratur als toxisch bezeichnet und sind für Säugetiere lebensbedrohlich.

Bereits zwei bis drei Tollkirschen sollen bei oraler Aufnahme zu Sehstörungen, Hitzewallungen und Herzrasen führen. Nach starker Erregung kann bei höherer Dosis, begleitet von Fieber, ein Koma erfolgen und der Tod durch Atem- und Herzstillstand eintreten.

Update: Im Rahmen einer Elterninformation spricht die Schule davon, dass es sich um Traubenkirschen gehandelt habe.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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