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Kultur

Ausstellungseröffnung an der Kunststätte Bossard

„Sehnsuchtsort Nidden“ begeistert Besucher

Jesteburg. Am Wochenende eröffnete die Kunststätte Bossard ihre neue Ausstellung „Künstlerkolonie Nidden – Eine Landschaft voller Licht und Farbe“. Bei der Eröffnungsfeier waren bis auf den letzten Platz alle Sitze im Neuen Atelier belegt. Gespannt und begeistert verfolgten die Besucher den Einführungsvortrag von Dr. Jörn Barfod, stellvertretender Leiter und Kustos am Ostpreußischen Landesmuseum, und die musikalische Darbietung von Michael Bentzien.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Museumsleiterin Dr. Gudula Mayr, die hervorhob, dass auch Johann Bossard die Gründung einer Künstlerkolonie im Sinne des „Landhaustypus“ mit seiner Kunststätte angestrebt hat. Dies wäre „ein sehr spannendes Thema, das in Zukunft vielleicht noch einmal näher beleuchtet werden könnte“. Der Einführungsvortrag von Dr. Jörn Barfod beleuchtet im Anschluss die Faszination, Motivation und vor allem die prägende Motive der ausgestellten Künstler mit ihren Kunstwerken.

Nidden, ein abgelegenes Fischerörtchen auf der Kurischen Nehrung, wurde ab 1900 zu einem Ort, an dem bekannte Maler ihre Sommermonate verbrachten. Die Maler reizte das einfache Leben, die dort vorgefunden Ruhe und die Naturerlebnisse. Die Stimmung Niddens und die herrliche Sommerlandschaft bannten Künstler wie Max Pechstein, Lovis Corinth oder Carl Knauf in ihren Werken auf Leinwand. Heraus kamen ganz unterschiedliche Bilder mit verschiedenen Stilrichtungen wie Naturalismus, Impressionismus und Expressionismus. Prägende Landschaften wie Fischer mit ihren Kurenkähnen, Dünen und Elche wurden mal romantisch oder mal bedrohlich gemalt. Dr. Barfod bezeichnete in seinem Vortrag Nidden als einen „Sehnsuchtsort, an den man gerne hinkommt.“ Dementsprechend begeistert zeigten sich auch die über 100 Besucher der Ausstellungseröffnung.

Die Ausstellung „Künstlerkolonie Nidden – Eine Landschaft voll Licht und Farbe“ läuft an der Kunststätte Bossard vom 18. August bis zum 10. November 2019. Mittwochs bis sonntags von 11 bis 18 Uhr kann die Ausstellung mit ihren Werken in den Räumlichkeiten des Neuen Ateliers besichtigt werden und ist im regulären Museumseintritt von 8 Euro inklusive. Historische Fotografien und Werbegrafiken aus dieser Zeit geben einen Einblick in das damalige Leben in und um Nidden.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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