Harburg

37-jähriger wollte Polizei an der Nase herumführen

Harburg. Wie aus einem „überfahrenen“ Stoppschild ein bunter Strauß aus Verkehrsverstößen wurde. Die Geschichte einer nicht enden wollenden Verkehrskontrolle. Die Besatzung eines Provida-Fahrzeugs der Verkehrsstaffel Süd (VD 4) wurde gestern Abend auf einen Pkw Smart aufmerksam, der an der Anschlussstelle Georgswerder unter Missachtung des baustellenbedingt aufgestellten Stoppschilds auf die A 252 Richtung Harburg auffuhr. Die Wilhelmsburger Reichsstraße befuhr der Fahrer dann mit überhöhter Geschwindigkeit, bei erlaubten 60 km/h in der Spitze mit 90 km/h.

Die Beamten hielten das Fahrzeug daraufhin in der Schlachthofstraße an und unterzogen den Fahrer einer Kontrolle. Dieser gab zunächst falsche Personalien an, wobei er sogar ehemalige Meldeanschriften zu benennen wusste. Weil die Beamten aber Zweifel hegten und hartnäckig blieben, nannte er später seinen tatsächlichen Namen.

Die weitere Überprüfung ergab, dass der polizeibekannte Mann, ein 37-jähriger Türke, nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war. Auch war er erst am 12. August wegen einer einschlägigen Strafe aus einer kurzen Haft entlassen worden. Damit nicht genug: Im Verlauf der polizeilichen Maßnahmen ergaben sich dann Hinweise auf einen Betäubungsmittelkonsum. Der diesbezügliche Drogenvortest verlief positiv auf Kokain.

Auch den Smart kontrollierten die Beamten genauer. Die Überprüfung der Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN) ergab, dass für den Smart, der gar nicht dem 37-Jährigen gehört, kein Versicherungsschutz bestand. Darüber hinaus waren Kennzeichen angebracht, die als gestohlen gemeldet waren. Im Kofferraum fanden die Beamten einen weiteren Satz gestohlener Kennzeichen.

Letztlich stellten sie den Smart und die Kennzeichenpaare sicher und transportierten den 37-Jährigen ans Polizeikommissariat 46. Hier erfolgte im weiteren Verlauf eine Blutprobenentnahme, nach der er mangels Haftgründen auf freien Fuß entlassen wurde.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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