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Politik

Grüne wählen Kandidaten für die Wahlkreislisten Harburg und Süderelbe

Harburg. Zum ersten Mal seit über 10 Jahren können die Grünen aus dem Kreisverband Harburg bei den kommenden Wahlen damit rechnen, dass sie Direktkandidat/innen aus ihren beiden Wahlkreisen in die Bürgerschaft entsenden werden. Dafür sorgt der grüne Aufwind, den die Partei in den letzten Jahren erlebt – bestärkt durch die Klimaschutzbewegung und durch das wachsende Bewusstsein in der Bevölkerung, dass Ökonomie und Ökologie nicht weiter als Gegensätze gedacht werden dürfen.

Entsprechend groß war die Spannung am Abend im Kulturhaus Süderelbe in Neugraben, wo die Listenaufstellung für beide Wahlkreise stattfand. Die gute Nachricht vorab war bereits die gute Kandidat/innen-Lage. Für die beiden Wahlkreise hatten sich jeweils 6 qualifizierte Bewerber/innen für je zu vergebende 3 Listenplätze gefunden. Erfreulich war auch, dass sich sowohl erfahrende Bezirkspolitiker/innen als auch politische Neulinge bewarben. Die Versammlung hatte also wirklich die Wahl.

Als Spitzenkandidat/in für Harburg wählte die Versammlung Britta Hermann (derzeit Fraktionsvorsitzende in der Bezirksversammlung), die keine Gegenkandidatin hatte und mit großer Mehrheit gewählt wurde. Auf Platz zwei wurde Jakob Mellem (Student aus Wilstorf und im Mai in die Bezirksversammlung Harburg gewählt), auf Platz drei Miriam Block (Studentin und erfahrene frauenpolitische Sprecherin im Landesvorstand) gewählt.

Für Süderelbe setzte sich Gudrun Schittek (als frauenpolitische Sprecherin und Sprecherin für Süderelbe in der Harburger Bezirksfraktion seit Jahren für den Wahlkreis aktiv) mit großer Mehrheit durch. Auf die Plätze zwei und drei wurden David Ghrim (Diplom-Kaufmann aus Moorburg) und Cornelia Bartsch (Kulturwissenschaftlerin aus Heimfeld und Vorstandssprecherin des KV Harburg) gewählt.

Alle Kandidat/innen betonten die Verantwortung, die der Aufwind für grüne Politik – als eine Politik der Teilhabe für Menschen und Umwelt – allgemein bedeutet und die Chancen, die hiermit für die Gestaltung der Bezirke südlich der Elbe verbunden sind. Für Süderelbe gilt es, den vor Jahren beschlossenen Bau der A26 Ost zu verhindern und zu erreichen, dass Moorburg aus der Hafenerweiterung herausgenommen wird.

Außerdem ist es vordringlich die neuen Stadtteile Neugraben und Fischbek mit guten Kitas und Schulen auszustatten. Für beide Bezirke muss ein grünes Verkehrskonzept umgesetzt werden, das sowohl eine bessere Anbindung des ÖPNV an die nördlich der Elbe gelegenen Stadtteile gewährleistet als auch Fußgänger/innen und Radfahrer/innen ins Zentrum verkehrspolitischer Überlegungen stellt. Ohne dies ist die Umsetzung der Hamburger Klimaziele nicht möglich.

Britta Hermann nach der Wahl: „Ich bin überwältigt vom großen Zuspruch und Vertrauen und will mich, im Falle meiner Wahl, in der Bürgerschaft für „meinen“ Bezirk Harburg und für Familien einsetzen, um Kindern in ganz Hamburg bessere Chancen im Leben zu geben.“ Gudrun Schittek zu ihrer Wahl: „Ich stehe dafür, dass Süderelbe stärker in der Hamburger Politik vertreten ist.“

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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