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Heidekreis

Vandalismus gefährdet Naturerlebnis

Heidekreis. Vogelgezwitscher erfüllt die Luft und mischt sich mit dem Summe der Bienen. Zwischen den weiten, lila Heideflächen plätschert der Büsenbach. Eine Naturidylle und Erholung pur verspricht das Büsenbachtal nahe dem Pferdekopf. Doch diese Idylle ist gefährdet. Denn immer wieder kommt es dort zu Vandalismus am Bachlauf. Der Landkreis Harburg appelliert daher, das Büsenbachtal zu schützen. „Wir möchten, dass die Menschen hier die Natur erleben können. Dazu gehört auch, dass die Kinder im und am Bach spielen sollen. Wir würden es sehr bedauern, wenn wir das einschränken müssen“, mahnt Oliver Kaiser von der Naturschutzabteilung der Kreisverwaltung. „Als Konsequenz müssten wir Verbote erlassen, und das wollen wir vermeiden.“

Das Büsenbachtal mit den Feenteichen hat die Naturschutzabteilung gerade naturnah hergerichtet und so ein Refugium für Mensch und Natur geschaffen. Es ist ein beliebtes Erholungsgebiet, bei Spaziergängern ebenso gefragt wie bei Gruppen und Schulklassen. Auch der Heidschnuckenweg führt durch die Flächen.

Um genau dieses Erlebnis der Natur in allen Facetten zu fördern, hat der Landkreis Infotafeln und Bänke aufgestellt. „Doch für Mensch und Natur ist es wichtig, dass das Gebiet intakt bleibt“, sagt Oliver Kaiser. Genau das ist nach seinen Beobachtungen aber oft das Problem: Gerade am Büsenbachtal werden die großen Befestigungssteine verrückt oder dicke Äste gestapelt, um regelrechte Dämme aufzubauen. An den Feenteichen haben Unbekannte kürzlich sogar den Boden an den Überläufen abgegraben.

Spielende Kinder allein können dafür nicht verantwortlich sein: „Dafür muss man schon richtig Kraft aufwenden“, sagt Oliver Kaiser und betont, dass es sich nicht um harmlose Dumme-Junge-Streiche handelt. „Solche Aktionen können fatale Folgen haben. Die Sachbeschädigungen können das gesamte Biotop in Gefahr bringen.“ An den Feenteichen beispielsweise reicht es aus, ein wenig Boden an einem Überlauf abzugraben, um nachhaltig schädigende erosive Prozesse in Gang zu setzen. Auch am Büsenbach können Staudämme das ganze Ufer schädigen. „Das darf nicht sein, und wir appellieren, das mit viel Mühe und Liebe zum Detail entwickelte Biotop zu schützen. Wenn mit der Natur des Büsenbachtals rücksichtsvoll umgegangen wird, haben nicht nur die Tiere und Pflanzen, sondern insbesondere auch der Mensch etwas davon. Wenn wir alle darauf achtgeben, wird uns das gelingen.“

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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