Stade

Ein Toter nach versuchtem Raubüberfall

Stade. Am heutigen Vormittag gegen 9:00 Uhr haben zwei zunächst unbekannte Männer bei einem 37-jährigen Stader in einem Mehrfamilienhaus in der Hohenfriedberger Straße Einlass gefordert. Als der Bewohner die Tür nicht öffnete verschafften sich die beiden Männer gewaltsam Zutritt zu der Wohnung. Dort kam es dann zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen den drei Personen, bei denen alle drei verletzt wurden.

Die beiden Einbrecher flüchteten anschließend aus dem Haus. Vor der Haustür brach der eine 17-jährige Täter dann zusammen. Die zuerst eintreffenden Polizeibeamten, versuchten noch den Mann zu reanimieren aber auch der, kurze Zeit später eintreffende, Notarzt konnte dem Heranwachsenden nicht mehr helfen. Er erlag noch vor Ort seinen schweren Verletzungen.

Die Spurensicherung bei der Arbeit. Foto: Polizei

Der zweite 24-jährige Täter flüchtete zunächst zu Fuß weiter in Richtung Bahnhof und konnte dort im Umfeld dann von weiteren eingesetzten Polizeibeamten festgenommen werden. Da auch bei ihm schwere Verletzungen festgestellt wurden, musste er ebenfalls ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Die Verletzungen des 37-jährigen Wohnungsinhabers wurden im Elbeklinikum versorgt und er anschließend in den Stader Polizeigewahrsam eingeliefert, wo er sich erkennungsdienstlichen Maßnahmen und ersten Vernehmungen unterziehen muss. Tatortermittler, Polizeibeamte und Erkennungsdienstmitarbeiter aus Stade und Rotenburg sicherten die Spuren am Tatort und in und vor dem Mehrfamilienhaus und befragten die Nachbarn.

Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu dem Vorfall geben können oder die Beobachtungen gemacht haben, die damit in Verbindung stehen könnten, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 04141-102215 bei der Stader Polizeiinspektion zu melden.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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Ein Kommentar

  1. Laut dieser Sachverhaltsschilderung frage ich mich, weshalb das Opfer eines Raubüberfalls im Polizeigewahrsam gelandet ist. Ist doch gut, dass es sich zur Wehr setzen konnte. Es hat jetzt sicher Lust auf einen leckeren Kaffee und ein bißchen Erholung von dem Schock. Ich gehe davon aus, dass es binnen kürzester Frist frei kommt wegen Notwehr. Der jüngere Täter der gestorben ist tut mir überhaupt nicht leid (zumindest wenn sich alles su zugetragen hat)

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