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Neu WulmstorfNeugraben-Fischbek

Soko-Tierschutz schleuste Undercover-Mitarbeiter ein

Neugraben-Fischbek/Neu Wulmstorf. „Uns eint unser Ziel: Tierquäler jagen, die Öffentlichkeit informieren und die Welt ein bisschen besser machen.“, schreibt die Soko-Tierschutz auf der eigenen Webseite. Das rund 20-köpfige Team kämpft kompromisslos für das Wohl der Tiere. Doch mit dem Bild der zotteligen, Latschen tragenden Aktivisten haben die Mitglieder der Soko-Tierschutz nichts gemein. Sie alle bringen ihre berufliche Expertise, etwa als Meeresbiologin, Journalist oder Ex-Tiertransportfahrer mit in die Ermittlungen ein.

Jetzt ist es der Gruppe nach eigener Aussage gelungen, einen Undercover-Mitarbeiter in das LPT-Labor in Mienenbüttel einzuschleusen. Dieser dokumentierte 4 Monate lang in Videos und Bildern unglaubliche Zustände. Sie zeigen offenbar Vergiftungsversuche an Hunden, Katzen, Affen und Kaninchen. „Wir lüften jetzt den Schleier der absoluten Geheimhaltung, der jahrzehntelang über dieser Festung der Tierversuchsindustrie lag.“, heißt es dazu auf der Webseite der Soko Tierschutz.

Das Recherche-Magazin FAKT und die Süddeutsche Zeitung hatten die Fotos von der Tierschutzorganisationen Cruelity Free International und der Augsburger Tierschutzorganisation SOKO Tierschutz erhalten. Sie konfrontierten die zuständigen Behörden und offenbarten Strukturen, die dem Labor tatsächlich legal ermöglichen, solche Versuche an Tieren vorzunehmen. Auch die LPT beteuert gegenüber dem Magazin FAKT und der Süddeutschen Zeitung, dass es bisher zu keinen Beanstandungen gekommen sei. Dennoch habe das Veterinäramt des Landkreises Harburg ein Verfahren gegen das LPT eingeleitet. Bemängelt werden u.a. zu kleine Käfige.

Diese Käfige sind zu klein, sagt das Veterinäramt in Niedersachsen und eröffnete deshalb ein Verfahren gegen das Labor. Foto: SOKO Tierschutz/Cruelty Free International

Am Samstag, den 19. Oktober ruft die Initiative zu einer Großdemonstration auf. Treffpunkt ist um 14 Uhr auf dem Neugrabener Marktplatz. Am Abend ist von 19-21 Uhr eine Mahnwache vor dem LPT in Mienenbüttel (Oldendorfer Straße 41) geplant. Das Magazin FAKT sendet seinen Beitrag zu diesem Thema am Dienstag, den 15. Oktober um 21:45 Uhr in „Das Erste“. Das Labor war am Samstag leider nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Das Titelfoto stammt von SOKO Tierschutz/Cruelty Free International.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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7 Kommentare

  1. Der Blanke Horror! Tierquälerei wird von der Regierung gefördert und finanziell unterstützt? Wo ist da der Tierschutz liebe Regierung??? DAS KARMA SCHLÄGT IRGENDWANN ZURÜCK UND DAS DOPPELT UND FÜNFFACH

  2. Jedem einzelnen von der Politik bis zu den Auftraggebern und deren Mitarbeiter müsste man das gleiche antun. Es tut mir wirklich leid das ich so mich ausdrücken muss, aber wenn man sowas sieht kommen nur einen die Tränen. Wer sind jetzt wohl die Tiere?

  3. Unglaublich zu was der Mensch in der Lage ist. Es macht sprachlos. Denen, die in sämtlichen Bereichen hierfür verantwortlich sind, sollte man jede Möglichkeit ein bequemes Leben zu leben nehmen. Dauerhaft. Aber unsere Strafen in Deutschland sind ja eh lächerlich….
    Und dann nur die kleinen Käfige zu bemängeln ist direkt verachten. Ich schäme mich, ein Bürger Deutschlands zu sein.

  4. Ich glaube das diesrn Menschen yTiere zu quälen Spaß macht.Wie können sie das mit ihren Gewissrn vereinbaren. Ich verachte diese Menschen .So grausam können nur Menschen sein
    Schämt Euch für das was ihr den armen Tieren da anttut.

  5. Man findet keine Worte ..und das:alles offiziell und auch noch finanziell unterstützt und abgesegnet von der Regierung …das sind studierte Wissenschaftler die sich der Tierquälerei verschrieben haben…UNGLAUBLICH !!!!!! es wird Zeit das man gegen solche Menschen vorgeht und ihnen endgültig das Handwerk legt …😪😪😪

  6. Soetwas macht sprachlos, fassungslos, wütend, rasend und zeigt, wie hilflos ich und meine Familie sind. Kein Lebewesen dieser Welt sollte jemals auch nur einen einzigen Tag soetwas erleiden müssen. Meinen höchsten Respekt sowie Dank an Friedrich Mölln und Kollegen für ihre unermüdliche traurige Arbeit, die sie ihren Seelen antun,um die übelsten Schandtaten der Menschheit aufzudecken und sichtbar zu machen. Bleibt zu hoffen, dass die Menschen reagieren…

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