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Buchholz

Pilgern – besondere Art des Wanderns

Buchholz. Wohin führt uns der Weg? Dieser Frage sowie dem Ziel, die Qualität als auch die Außenwahrnehmung des Jacobusweges durch die Lüneburger Heide  zu steigern, gingen jetzt 50 Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Kirche und Tourismus beim 1. Pilgerforum im Gemeindesaal der St.-Antonius-Kirche in Bispingen nach. Gemeinsam hatten hierzu die Landkreise Harburg, Heidekreis, Celle, die Stadt Neustadt am Rübenberge, das Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers sowie die Lüneburger Heide GmbH (LHG) eingeladen.

Pilgern ist eine besondere Art des Wanderns. Es ist Beten mit den Füßen, die Entdeckung der Langsamkeit und bietet viele neue Erfahrungen und Erlebnisse. Wer pilgert, möchte in unserer schnelllebigen Zeit zur Ruhe kommen. Die Pilgerin und der Pilger erhoffen und wünschen sich Gottes Begleitung auf diesem Weg.

Im Jahr 2000 wurden mehr als 50 Pilgerzeichen in der Lüneburger Heide entdeckt. Damit wurde der Grundstein für die Entwicklung „Jacobusweg Lüneburger Heide“ gelegt. Von der Jacobikirche in Hamburg verläuft der Pilgerweg über 433 Kilometer durch die Landkreise Harburg, Heidekreis, Celle sowie die Stadt Neustadt am Rübenberge bis zum Kloster Mariensee. Dort trifft er auf den bekannten Pilgerweg Loccum-Volkenroda, der sich in Trägerschaft der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers befindet. Der gesamte Streckenverlauf ist mit dem bekannten gelben Muschel-Symbol markiert und verbindet wie „Perlen auf der Schnur“ die Kirchen am Jacobusweg Lüneburger Heide.

Das 1. Pilgerforum fand statt, um sowohl die Qualität als auch die Außenwahrnehmung des Weges zu steigern. Oliver Schulze, Erster Kreisrat des Heidekreises, betonte in seiner Begrüßung: „Das Pilgern erfreut sich einer immer größer werdenden Beliebtheit, und es ist eine verstärkte Nachfrage in der gesamten Lüneburger Heide zu verzeichnen. Der Gast möchte dem stressigen Alltag entfliehen, die Natur erleben und innere Ruhe finden.“ Im Anschluss beleuchtete die Referentin Babette Suhr von der LHG aus touristischer Sicht den Stellenwert des Pilgertourismus in der Lüneburger Heide. Klaus Stemmann von der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers führte kirchliche Aspekte aus. Schnell wurde klar, dass Kirche und Tourismus vor einer gemeinsamen Aufgabe stehen.

Neben Angeboten für Pilgerinnen und Pilger finden vor allem die zum Thema Meditation und Achtsamkeit hohen Zuspruch. Die zunehmende Suche der Reisenden nach Entschleunigung und damit nach spirituellen Urlaubsangeboten können Kirche und Tourismus gemeinsam erfüllen. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten die Gelegenheit, ihre Wünsche für den Weg zu formulieren. In lebhaften und interessanten Gesprächen wurde über offene Kirchen, Pilgerherbergen, Pilgerführer und Kartenmaterial, Marketingmöglichkeiten und vieles mehr diskutiert.

Den Abschluss der gelungenen Veranstaltung bildete der von Pastor Frank Blase in der alten Feldsteinkirche „Ole Kerk“ erteilte Reisesegen. Die drei beteiligten Landkreise, die Stadt Neustadt am Rübenberge, das Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers sowie die LHG sind sich einig: Die Qualität und die Professionalität des Jacobusweges Lüneburger Heide müssen stimmen. Dieser Herausforderung und den Ergebnissen aus dem 1. Pilgerforum wollen sie sich gern weiterhin gemeinsam stellen.

Informationen zum Jacobusweg Lüneburger Heide sind zu finden unter www.lueneburger-heide.de oder  im Pilgerflyer unter www.lueneburger-heide.de/natur/tour/11234/jacobusweg-pilgern-lueneburger-heide.html. Bei Fragen steht Dörthe Müller von der Fachgruppe Kreisentwicklung und Wirtschaft des Heidekreises per E-Mail unter d.mueller@heidekreis.de zur Verfügung.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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