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Kultur

Musik für die Luhe

Winsen. Tropfen, Plätschern, Sprudeln, Rauschen: Die Klangvielfalt des Wassers steht im Mittelpunkt des Konzerts, das die Stiftung Lebensraum Elbe in Kooperation mit der Musikschule Winsen und der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Harburg veranstaltet: Es findet am Sonnabend, 16. November, von 16 bis 18 Uhr in der Stadthalle Winsen, Luhdorfer Straße 29, statt. Der Eintritt ist frei.

Solistinnen und Solisten, eine Bigband, Chöre und Ensembles der Musikschule singen und spielen Stücke mit Wasser-Bezug – und schaffen ein besonderes musikalisches Erlebnis. Ein Jahr lang haben sie sich darauf vorbereitet und sich intensiv mit Musik, die verschiedensten Aspekten des Wassers gewidmet ist, auseinandergesetzt: Zu hören sein werden klassische Musik, aber auch Jazz-, Pop- und Rockmusik. So stehen Sätze aus der „Wassermusik“ oder die „Moldau“ auf dem Programm. „Moon River“ oder „Smoke on the Water“ dürfen nicht fehlen. Ein besonderer Programmpunkt wird der Tanz „Head above water“ sein.

Durch den Nachmittag führt die Moderatorin und TV-Reporterin Vanessa de Lacaze.

Mit dem Konzert möchte die Veranstalterin Dr. Elisabeth Klocke, Vorstand der Stiftung Lebensraum Elbe, auf die Renaturierung der Luhe aufmerksam machen: „Dieses Konzert ist mit eine Herzensangelegenheit. Es soll zeigen, wie sehr uns die Natur emotional berühren kann – und dass es um mehr als eine reine Baumaßnahme geht.“

Michael Nix, Leiter der Musikschule Winsen, ergänzt: „Die Idee, eine Naturschutz-Maßnahme mit einem kulturellen Ereignis zu verknüpfen, ist außergewöhnlich – wir haben sofort zugesagt. Dieses Konzert wird die enorme Bandbreite der Musikschule darstellen. Vom Rockschlagzeugsolisten über unsere Bigband, den Popchor und weiteren Musikgruppen bis hin zum Sinfonieorchester. Wir freuen uns, dass auch unsere Kooperationspartner mit dabei sind: die Tanzschule Erdlej und eine Bläserklasse des Luhe-Gymnasiums.“

Detlef Gumz, Leiter der Abteilung Naturschutz/Landschaftspflege im Landkreis Harburg, freut sich über die Umsetzung der ausgefallenen Idee: „Das bislang umfangreichste Naturschutzschutzprojekt im Landkreis musikalisch zu begleiten ist etwas sehr besonderes. Auf diese Weise sollen die Bürgerinnen und Bürger auf dieses außergewöhnliche Projekt eingestimmt werden.“

Eine Info-Ausstellung flankiert das Konzert: Auf Ausstellungstafeln und im Gespräch mit Mitarbeiterinnen der Stiftung Lebensraum Elbe können sich Besucherinnen und Besucher im Foyer der Stadthalle über die Stiftungsarbeit rund um die Tideelbe und ihre Nebengewässer informieren.

Das einmalige Konzert begleitet ein umfangreiches Naturschutzprojekt: Entlang des Stöckter Deichs in Winsen renaturiert die Stiftung Lebensraum Elbe die Luhe und ihre Aue auf insgesamt 770 Metern. Dafür werden die Ufer der Luhe und der neuen Flussschleifen abgeflacht; zudem bauen die Fachleute Totholz und Kies in den Fluss ein. Sie fördert damit die natürliche Gezeiten-Dynamik und wertet die Landschaft als Standort für Tiere und Pflanzen deutlich auf. Insgesamt wird der Luhe-Lauf durch die Mäander so um 334 Meter verlängert Für die Luhe-Renaturierung stimmt sich die Stiftung eng mit dem Landkreis Harburg ab.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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