Werbung Werbung
Politik

SPD Kreisvorstand gestattet Wechsel von 22 Mitgliedern in Nachbardistrikt

Hausbruch. Demokratie – ist in diesen Tagen oft ein Wort, welches wenig greifbar und abstrakt daher kommt. Und doch hat ein jeder in seiner Nachbarschaft ehrenamtliche Politikerinnen und Politiker, die sich in den Stadtteilen und Kommunen ganz konkret bemühen, die Gesellschaft jeden Tag durch ihr Handeln voranzubringen.

Das ist sicher nicht immer einfach und oft auch eine Zumutung für die lokalen Politiker/innen, die gegen Bürokratie kämpfen und sich noch um Konsens der politischen Mitbewerber bemühen müssen. Umso trauriger, wenn politische Akteure um des puren Machtwillens gute und bestehende Strukturen durch ihr Handeln zerstören.

Im Februar 2018 hatten sich im SPD-Distrikt Hausbruch völlig neue Akteure um den Vorstand bemüht, die sich in großen Teilen durch vorher nicht aktiv in Erscheinung getretene Mitglieder wählen ließen. Dieser Umstand führte dazu, dass der Hausbrucher Distrikt seine Vorsitzende Beate Pohlmann verlor, die mit 12 Stimmen Unterschied dem aktuellen Vorsitzendem Sohejl Wanjani unterlag.

Wahl verärgerte altgediente Mitglieder

Gerade hatte die SPD bundesweit die Erneuerung ausgerufen. Wanjani griff wichtige Aspekte auf, wollte den Distrikt voran bringen. Etwa beim Thema digitale Mitbestimmung. Neue Veranstaltungsformen sollten den Mief aus dem manchmal antiquiert wirkenden Distrikt treiben. So wurde zum Thema öffentlicher Nahverkehr eine ausführliche Agenda aufgestellt. Man wollte im Süderelberaum das große Rad drehen . Wie man heute in Anbetracht des Baustellenwahnsinns im Bezirk Harburg sieht, wäre das auch nötig gewesen.

Viele aktive Mitglieder zogen sich nach den Wahlen zurück und wirkten an anderer Stelle innerhalb der SPD. Der Distrikt verlor seine aktiven Mitstreiter. So wurden sowohl das traditionell durchgeführte Laternelaufen als auch das Haakelaufen der Hausbrucher Sozialdemokraten gestrichen. Die bisherigen Planer dieser Veranstaltungen hatten sich aus Empörung über die derart durchgeführten Wahlen nicht mehr beteiligen wollen.

Langjährige Mitglieder bemängeln fehlende Aktivität

Jetzt haben 22 Mitglieder den Wechsel des Distrikts beantragt. Sie alle wollen zukünftig in Neugraben-Fischbek aktiv werden. Gemeinsam haben Sie sich an den Kreisvorstand in Harburg gewandt. Dort hat man nun am 5. November entschieden. Die ehemaligen Hausbrucher Mitglieder sind nun in Neugraben zuhause. Für das Vorstandsmitglied Henning Reh sind sie eine Bereicherung.

„Wir freuen uns auf diesen Wechsel und können versichern, dass die Bezirksabgeordneten Beate Pohlmann, Natalia Sahling und Marion Wolkenhauer aus Hausbruch auch in Neugraben die Interessen der Hausbrucher Bürgerinnen und Bürger im Blick haben“, sagt Reh. Auch das ist Demokratie.

[responsivevoice_button voice=“DE Deutsch Female“ buttontext=“Listen to Post“]
Tags
Zeige mehr
Werbung

Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

Ähnliche Artikel

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Schaue auch dies

Close
Back to top button
Close
Close
X
X