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Lokales

LPT: Aktivisten planen nächsten großen Protest

Neugraben-Fischbek. Die letzte große Demonstration gegen die Tierversuchslabore des Jost Leuschner in Neugraben besuchten mehr als 7000 Teilnehmer/innen. Der Inhaber der Firma Laboratory of Pharmacology and Toxicology GmbH & Co. KG (kurz: LPT) unterhält seine Hauptniederlassung und Verwaltung im Redderweg 8 in Neugraben-Fischbek.

Die Kritik gegen die Labore gibt es bereits seit deren Gründung. Über Jahrzehnte gelang des der Firma, die Gerüchteküche um die Zustände in der Firma auf kleiner Flamme zu halten. Man gab kaum Informationen über die Arbeitsweise und den Umgang mit den Tieren in die Öffentlichkeit. Selbst Anfragen zu Besichtigungen, die aus dem Kreise der lokalen Politiker getätigt wurden, blieben unbeantwortet oder wurden negiert.

Seit nunmehr rund 5 Jahren etablierte sich eine regelmäßige „Mahnwache“ an den Standorten der Tierversuchslabore. Die Gruppierung „Lobby pro Tier“ hat die Öffentlichkeit sensibilisiert. Erst als im Herbst 2019 die „Soko Tierschutz“ einen Mitarbeiter in das LPT einschleusen konnte, hatte man endlich Beweise, die aus Gerüchten bittere Realität machten. Das Nachrichtenmagazin „fakt“ sendete als erstes Reportage-Format Videos, die eine skandalöse Haltung unter anderem der Affen und Hunde am Standort Mienenbüttel in Rade bei Neu Wulmstorf aufzeigten.

In der Folge gab es zahlreiche Strafanzeigen gegen die Firma. Ämter und Behörden wurden aufmerksam und überprüften das Unternehmen. Dabei wurde festgestellt, dass Versuchsreihen offenbar manipuliert wurden. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft. Für die Firma offenbar kein Grund, sich hinreichend der Öffentlichkeit zu stellen und Fragen zur Zukunft der Tierversuchslabore zu beantworten. Die Aktivisten der Tierversuchsgegner lassen nach eigenen Angaben nicht locker. Sie wollen bleiben, bis das Labor für immer seine Tore schließt.

https://www.facebook.com/lptmahnwache/

Jetzt haben sie für Sonnabend, den 7. Dezember um 17 Uhr eine Demonstration direkt vor dem LPT am Redderweg angemeldet. Treffpunkt ist die dortige Kehre der Straße „Niedermoor“. Von dort soll es entlang des Kreisels an der Neuwiedenthaler Straße über die B73 zum Wohnort von Jost Leuschner gehen. Rund um seine Privatadresse am Igelgrund hat die Polizei eine Bannmeile eingerichtet. Näher als 500 Meter dürfen sich die Demonstrierenden nicht nähern. Deshalb wird das Ende der Kundgebung etwa an der Kreuzung Falkenbergsweg/Quellgrund sein.

Unter dem Motto „Jetzt erst recht“ rufen die Anmelder „Mahnwachen LPT Neugraben“ der Demonstration dazu auf, mit Laternen ein Licht der Hoffnung zu leuchten. Denn sie befürchten nichts gutes. Heute haben sie beobachtet, wie Bautätigkeiten auf dem Gelände begonnen haben. Wieder Zeit für neue Gerüchte. Die Anmelder rechnen mit rund 500 Teilnehmern.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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