FreizeitHarburg

Fiktion: Deutschland soll 6 Millionen Menschen aufnehmen

Harburg. Die Geschichte spielt in naher Zukunft. Der deutsche Bundeskanzler lädt die Juden in der Welt ein, nach Deutschland zurück zu kehren. Sechs Millionen Menschen soll Deutschland aufnehmen. So viele wie Nazis, Juden im Deutschen Reich ermordet haben. Es soll eine Wiedergutmachung sein. Doch das Angebot löst unterschiedlichste Reaktionen aus. Und ist die Stimmung anfangs noch euphorisch kippt sie bald …

Israel Horovitz hat mit seiner „Was-wäre-Wenn“ Utopie Lebensraum, die er bereits in den 90er Jahren geschrieben hat, ein Szenario visioniert, wie wir es heute erleben. In Zeiten, in denen rechte Parteien und rechtes Gedankengut in unserer Gesellschaft immer präsenter und Geflüchtete in Deutschland für viele zu einer gefühlten Bedrohung werden. Das Stück eröffnet eine neue Perspektive und hält uns den Spiegel vor. Mehr als vierzig Personen, gespielt von drei Schauspieler/innen, illustrieren mit Witz, Raffinesse und Schärfe welche Facetten ein solcher Versuch der Aussöhnung haben könnte.

Die Premiere im Harburger Theater findet am 16. Januar um 20 Uhr statt. Karten ab 17 Euro gibt es im Vorverkauf auf www.harburger-theater.de oder telefonisch unter 040 333 95 060. Vorstellungen finden bis zum 25.Januar statt.

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Andreas Scharnberg

Andreas Scharnberg ist freiberuflicher Journalist und betreibt nebenher sein eigenes und unabhängiges Projekt einer regionalen Onlinezeitung. Der Vater von 4 Kindern ist Experte in Sachen der Lebenshilfe, aktiver Gewerkschafter, politisch interessiert und engagiertes Mitglied beim Weissen Ring. Als Hamburger weiß er auch, wie es ist, im Regen zu stehen.

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